Martin Bruny am Sonntag, den
5. Juni 2011 um 01:43 · gespeichert in Musical, Ausbildung
Robert Tripolino, Student am Victorian College of the Arts in Melbourne, Australien, komponierte und interpretierte 2009 für eine Präsentation ein Lied zum Thema Stephen Sondheim: “Song time with Stephen Sondheim”.
Zwei Jahre später, 2011, brachten Robert Tipolino (Musik) sowie Hugo Chiarella (Texte und Buch) am Victorian College of the Arts ihr erstes Musical “Dreamsong” zu Aufführung.
Der Inhalt der Show:
The show takes a satirical look at a US-style evangelical mega-church in financial trouble after the GFC, which stages a second coming of Christ. Jesus turns out to be something of a rock star!
Einen Videobericht zu diesem Musical gibts –> hier.
Martin Bruny am Samstag, den
4. Juni 2011 um 14:35 · gespeichert in Theater, Event-Tipps
Mit seiner eigenen Bearbeitung von Haydns »Schöpfung« gastiert der Grazer Skating Amadeus Chor im Rahmen des zweiten Schülertheatertreffens am Wiener Burgtheater.
Gegründet wurde der Chor vor zehn Jahren von Marguerite Dunitz-Scheer und Michael Schilhan, dem Intendanten des Grazer Jugendtheaters “Next Liberty”. Seither bringt der Chor alle zwei Jahre eine Oper für ein junges Publikum in Graz auf die Bühne.
Als eine von sieben Schülertheatergruppen wurde der Skating Amadeus Chor 2011 vom Leitungsteam der Jungen Burg für das heuer zum zweiten Mal stattfindende Schülertheatertreffen ausgewählt.
“Die Schöpfung” in der Version des Grazer Chors ist am 23. Juni ab 19:30 Uhr im Kasino am Schwarzenbergplatz zu sehen. Tickets zum Preis von 12 Euro sind bereits erhältlich (freie Platzwahl).
Martin Bruny am Samstag, den
4. Juni 2011 um 14:35 · gespeichert in Theater, Event-Tipps
23. Juni 2011
19:30
bis
21:30
19:30
bis
21:30
Mit seiner eigenen Bearbeitung von Haydns »Schöpfung« gastiert der Grazer Skating Amadeus Chor im Rahmen des zweiten Schülertheatertreffens am Wiener Burgtheater.
Gegründet wurde der Chor vor zehn Jahren von Marguerite Dunitz-Scheer und Michael Schilhan, dem Intendanten des Grazer Jugendtheaters “Next Liberty”. Seither bringt der Chor alle zwei Jahre eine Oper für ein junges Publikum in Graz auf die Bühne.
Als eine von sieben Schülertheatergruppen wurde der Skating Amadeus Chor 2011 vom Leitungsteam der Jungen Burg für das heuer zum zweiten Mal stattfindende Schülertheatertreffen ausgewählt.
“Die Schöpfung” in der Version des Grazer Chors ist am 23. Juni ab 19:30 Uhr im Kasino am Schwarzenbergplatz zu sehen. Tickets zum Preis von 12 Euro sind bereits erhältlich (freie Platzwahl).
Martin Bruny am Samstag, den
4. Juni 2011 um 02:37 · gespeichert in Musical, Absurditäten
Am 28. Juli 2011 feiert am Landestheater Linz Frank Wildhorns Musical “Jekyll & Hyde” Premiere. Die Tickets dafür sind seit langer Zeit im Verkauf, wer allerdings in dieser oberösterreichischen Erstproduktion auf der Bühne steht? Das scheint niemand zu wissen. Auf der Website des Theaters steht zu lesen:
Und das Musicalfieber geht weiter: Am 28. Juli hebt sich der Vorhang des Großen Hauses für die heimische Musicalproduktion und oberösterreichische Erstproduktion Jekyll & Hyde. Erstmalig kommt es zu einer Zusammenarbeit der OÖ Kultureinrichtungen – Landestheater Linz, Landesmusikschulwerk, Landesmusikdirektion, Anton Bruckner Privatuniversität und MTA (Musical-Theatre Academy). An 16 Abenden wird der gruselige und melodiöse Thriller-Spaß mit arrivierten Solisten und heimischen Publikumslieblingen für wohlige Schauer sorgen.
Wenn Linz tatsächlich demnächst als “Musicalmetropole” durchstarten will, wird man noch ein wenig an der Vermarktung der Shows arbeiten müssen.
Martin Bruny am Samstag, den
4. Juni 2011 um 00:27 · gespeichert in Musical, Deutschland
Gar nicht begeistert zeigt sich die katholische Kirche vom Musical “Die Päpstin”, das am 3. Juni seine Uraufführung feierte. Der Bischof von Fulda, Heinz Josef Algermissen, seines Zeichens Ritter des Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem, meint zur Show:
Ich bin mir sicher: Wo der Glaube an den Erlöser und Heiland ein Menschenleben nicht mehr prägt, stehen dem Aberglauben Tür und Tor offen. Das war im 8. Jahrhundert, zur Zeit des Bonifatius, so, das gilt heutzutage, wo viel Absurdes für wahr gehalten wird. Als Beispiel nenne ich den Roman »Die Päpstin« von Donna Cross, der 1996 die Bestsellerlisten stürmte, ebenso auch die Romanverfilmung von 2009. Eine Frau auf dem Stuhl Petri – Wirklichkeit oder banales Märchen?
Die heutige Geschichtswissenschaft ist eindeutig: Es gibt keinen, wirklich überhaupt keinen Beweis für die Existenz einer Päpstin Johanna. Alles ist reine Fiktion und beruht auf Legenden. Im Gegenteil: Die seriöse Geschichtswissenschaft hat den Fall der Päpstin längst zu den Akten gelegt. Gleichwohl wird dieses Märchen immer wieder aufgekocht und geglaubt. Wenn daher am 3. Juni, bezeichnenderweise sozusagen am Vorabend des Bonifatiusfestes, im Fuldaer Schlosstheater das Musical »Die Päpstin« zur Uraufführung kommt, ist das ein weiterer Mosaikstein einer frivolen Fiktion.
Martin Bruny am Freitag, den
3. Juni 2011 um 00:48 · gespeichert in Theater, Event-Tipps
11. Juni 2011
20:00
bis
22:00
Ken Davenports Off-Broadway-Hit “Mein erstes Mal”, der mit wahrhaftig erlebten Geschichten intime Premieren nackter Körper entlarvt, ist in Wien gelandet, als Produktion von werktreu5.
Als etwas Außergewöhnliches angekündigt, wird es nicht selten ein Flop: Das “erste Mal« als Akt zwischen wunderschön, aufregend, unbeschreiblich und peinlich, absurd, schmerzhaft, ungewollt und weniger süß.
Anregung zu dem Stück fand Davenport durch die Website MYFIRSTTIME.com. 1996 von Peter Foldy und Craig Stuart gegründet, haben im Laufe der Jahre dort tausende Menschen ihr ganz persönliches erstes Mal geschildert – von falschen Erwartungen, emotionalen und körperlichen Niederlagen, romantischen Hochgefühlen, fantasievollen Begegnungen bis hin zur gewaltsamen Entjungferung.
Vier Darsteller wühlen sich durch die Betten fremder Geschichten, die auf der Website zu finden sind. Die Web-2.0-Generation wird auf der Theaterbühne reflektiert.
Darsteller
Sabine Kranzelbinder, Michaela Mock, Markus Pol und Markus Schöttl
Leading Team
Regie: Stephan Wapenhans/Michaela Mock
Vorstellungen
Premiere: 08. Juni 2011 um 20.00 Uhr im 3raum-Anatomietheater Wien
Weitere Termine: 9., 10. und 11. Juni 2011
Martin Bruny am Donnerstag, den
2. Juni 2011 um 23:44 · gespeichert in Musical
Er lässt sich nicht entmutigen, das ist schon mal ein guter Zug. Was wurde nicht alles gemeckert ob der gesanglichen Leistung von Nick Jonas bei der “Les Mis”-Megafeier in London vor ein paar Monaten. Man bemängelte den großen Unterschied in der “stimmlichen Qualität” im Vergleich zum Rest der Jubiläums-Cast. Doch wie heißt es so schön nach Frau Lichter: Opfere einen Ton für eine Emotion.
Die Produzenten der Show wussten, wen sie engagiert hatten, sie wussten, was sie für eine Stimme in der Rolle wollten, und es war, letztendlich, eine gute Wahl. Natürlich, man kann auch einen Opernsänger nehmen, keine Frage, am besten noch einen 37-jährigen Heldentenor, der sich dann bei “A Little Fall of Rain” hinstelzt und seiner Bühnenpartnerin das Lebenslicht ausbrüllt. Geht auch, kommt nicht selten vor. Immer wieder sieht man die klassischen jugendlichen Liebhaber mit Sängern besetzt, die sich auf ihre Stimme verlassen und über absolut Null Ausstrahlung verfügen, die einen Ausdruck haben, als würden sie ihren Text von rechts unten nach links oben singen, ohne erkennen zu lassen, was eine Szene eigentlich bedeutet.
Wie auch immer, der achtzehnjährige Nick Jonas hat also wieder mal eine Rolle in einem Musical angenommen. Von 5. bis 7. August 2011 wird “Hairspray” in der Hollywood Bowl laufen, und er ist als Link Larkin mit dabei. An seiner Seite: Corbin Bleu, Harvey Fierstein, Marissa Jaret Winokur, Drew Carey, John Stamos und viele andere.
Jerry Mitchell übernimmt, wie bereits bei der Broadway-Produktion, die Choreographie, und führt Regie.
Martin Bruny am Donnerstag, den
2. Juni 2011 um 20:44 · gespeichert in Musical, Event-Tipps
14. Januar 2012
19:30
bis
22:30
Die Bühne Baden bringt ab 14. Januar 2012 Cy Colemans (Musik), Neil Simons (Buch) und Dorothy Fields’ (Texte) Musical “Sweet Charity” - die Show mit Hits wie “Hey, Big Spender”, »Rhythm Of Life« oder »If My Friends Could See Me Now«.
1966 und 1967 lief “Sweet Charity” unter der Regie und mit der Choreographie von Bob Fosse am Broadway. 608 Vorstellungen gingen im Palace Theatre über die Bühne, Bob Fosses Arbeit wurde mit einem Tony Award für die beste Choreographie des Jahres belohnt.
Das Musical basiert auf dem Film »Die Nächte der Cabiria« von Federico Fellini. 1969 wurde der Stoff sehr erfolgreich mit Shirley MacLaine, Chita Rivera, Sammy Davis Jr. u. v. a. unter der Regie von Bob Fosse verfilmt.
Inhalt
Im Nachtclub-Milieu unterhält Charity - wie ihre Kolleginnen - solvente Herren als Taxigirl, um nach ihrer Arbeit von einem bürgerlichen Leben und der großen Liebe zu träumen. Doch mit den Männern ist das ein Problem: Der eine hat es auf ihr sauer verdientes Geld abgesehen, der andere macht sie zur Seelentrösterin für eine Nacht, bis sie eines Tages auf den bodenständigen Angestellten Oscar trifft und sich in ihn verliebt. Er liebt sie auch, nur leider hat er eine fixe Idee …
Leading Team
Musik: Cy Coleman
Buch: Neil Simon
Text: Dorothy Fields/Karl Vibach, Marianne Schubart
Musikalische Leitung: Oliver Ostermann
Inszenierung: Ricarda R. Ludigkeit
Choreografie: Ricarda R. Ludigkeit
Bühnenbild: Sam Madwar
Kostüme: Friederike Friedrich
Besetzung
Ariane Swoboda / Julia Tiecher / Barbara Wanasek / Nina Weiss // Beppo Binder / Ramin Dustdar / Peter Lesiak / Martin Niedermair / Philip Ranson / Marcus Tesch / Timo Verse
Martin Bruny am Donnerstag, den
2. Juni 2011 um 17:28 · gespeichert in Theater
Wir schreiben das Jahr 1983. Unterrichtsminister Helmut Zilk beschäftigt sich mit dem Wiener Burgtheater. Auf seiner Agenda steht das sogenannte “Vorhangverbot”, ein “Verbot”, das zum damaligen Zeitpunkt bereits 200 Jahre lang seine Gültigkeit besaß.
1778 erließ Joseph II. ein Statut über das “Verhalten der Mitglieder” des in eben jener Zeit gerade zum Nationaltheater erhobenen Wiener Burgtheaters, mit dem Inhalt …
… daß keiner der Mitglieder, wenn ihm Beifall gespendet wird, während des Actes oder nach demselben noch einmal erscheinen dürfe, um sich zu bedanken, weil dadurch der Eindruck der darzustellenden Handlung gestört würde …
Vor den Vorhang zur Verbeugung durften nur Gäste und Debütanten (bei ihren ersten drei Rollen), nicht aber die Ensemblemitglieder.
Den Schauspielern war das teilweise durchaus recht. Werner Kraus etwa meinte:
Dieses Hausgesetz mit Nicht-verbeugen-Müssen oder –Dürfen, das fand ich so himmlisch, weil es schändlich ist und die größte Prostitution für einen ernsten Schauspieler, wenn er zum Beispiel als toter König Lear aufstehen und sich verbeugen muß. Das fand ich nach wie vor schrecklich, obwohl es natürlich Schauspieler innerhalb des Theaters gibt, die gern das Hausgesetz aufgehoben hätten. Aber das wäre ein Untergang, denn da käme dann die Claque wie in der Oper.
Um 1800 war Applaus als solcher umstritten. So kann man im “Theater-Kalender” von 1792 nachlesen:
Es ist wahr: das Klatschen hat die Menge der Schauspieler hervorgetrommelt, das Klatschen hat die Unternehmer in Schulden gebracht, das Klatschen hat die Schauspieler verdorben und aus manchem bescheidnen Gliede, welches, in Mißtrauen auf sein Talent, fleißig gearbeitet hat, einen unbesonnenen Verschwender und Prinzipalenplage gemacht, das Klatschen hat zu Ausschweifungen veranlaßt, das Klatschen hat alle Theaterintriken verursacht, das Klatschen hat alle Sitten verdorben und das Theater herabgebracht.
Mehr zur Geschichte des Beifalls hat Alexander Lechner in seiner Diplomarbeit “Applaus. Publikumskundgebungen vom Affekt zur Konvention. Fragmentarische theaterhistorische Untersuchung des Beifalls” zusammengetragen. [Download]