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Archiv - Wien

ORF/VBW: Das Ende der Ära Zechner

Der ORF-Stiftungsrat unter dem Vorsitz von Brigitte Kulovits-Rupp hat in seiner heutigen Plenarsitzung mit 34 Stimmen und einer Enthaltung die von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz vorgeschlagenen Direktoren bestellt.

Es sind dies Richard Grasl als Kaufmännischer Direktor, Kathrin Zechner als Fernsehdirektorin, Karl Amon als Hörfunkdirektor und Michael Götzhaber als Technischer Direktor. [orf.at]

Tanz der Vampire/Berlin: Ein paar Wochen “Sister Act” reichen – Drew ‘Curtis Jackson’ Sarich vertschüsst sich nach Berlin

Mit einer “Überraschung” wartete das Berliner Theater des Westens heute Abend auf. Nach einem endlosen Herumwurschteln rund um die Verlautbarung der Cast für “Tanz der Vampire” wurde nun doch die Besetzung jener Rolle bekanntgegeben, mit der, wie “Sister Act”-Fans es eventuell formulieren würden, die Show “steht und fällt” – der Graaaf, wer wird den Graaafen spielen.

Diesen Grafen wird Drew Sarich geben, und zwar bereits bei der Premiere am 14. November 2011. Damit vertschüsst sich Drew ‘Curtis Jackson’ Sarich bereits nach wenigen Wochen (ab 10. November) bis Ende Januar 2012 aus der Wiener “Sister Act”-Produktion nach Berlin, um eine etwas sagen wir gewichtigere Rolle mit weniger “Spastik” in der Choreographie zu geben.

In Wien wird wohl Mischa Mang derweil übernehmen, der als alternierende Besetzung für die Rolle des Curtis Jackson und Joey gecastet wurde.

Cast
Graf von Krolock: Drew Sarich
Alfred: Michael Heller
Professor: Veit Schäfermeier
Sarah: Amà©lie Dobler
Herbert: Marc Liebisch
Rebecca: Barbara Raunegger
Magda: Goele de Raedt
Koukol: Stephan Büdenbender
Chagal: Kai Hüsgen

Gesangsensemble
Linda Veenhuizen, Myrthes Monteiro, Angelina Markiefka, Esther Hehl, Miriam Lotz, Christopher Busse, Florian Soyka, Robert Marx, Dennis Jankowiak, Thomas Schweins

Tanzensemble
Paula Ferreira, Anna Loupusny, Sandra Milly, Judit Szoboszlay, Sarah Bowden, Pierre Damen, Czaba Nagy, Alan Kelly, Brett Hibbert, Stefan Mosonyi

Swings
Juliane Bischoff, Nina Ungerer, Helen Morris, Samantha Turton, Laura Greer, Silvano Marrafa, Kevin Köhler, Sven Prüwer, Toby Poole, Zoltan Fekete.
Dance Captain: Vanni Viscusi

VBW: Musicalintendantin Kathrin Zechner bewirbt sich als ORF-Fernsehdirektorin

Presseinformation
Wien, 9. September 2011

VBW-Musicalintendantin Kathrin Zechner bewirbt sich als ORF-Fernsehdirektorin

VBW-Generaldirektor Mag. Thomas Drozda erklärt zur Bewerbung von Intendantin Kathrin Zechner als Fernsehdirektorin des ORF: »Ich habe mit Kathrin Zechner eine sehr gute, mittlerweile dreijährige Zusammenarbeit, die freundschaftlich und professionell ist. Kathrin Zechner steht im ORF vor riesigen Herausforderungen, ihre Erfahrungen im Fernsehbereich qualifizieren sie für diese wichtige Position ebenso wie ihre Erfolgsbilanz als Musicalintendantin der VEREINIGTEN BÜHNEN WIEN.«

Die VBW stehen derzeit mit voller Konzentration in der Vorbereitungsphase zweier Premieren der Musicalintendanz – fünf Tage vor der Premiere von SISTER ACT im RONACHER und 15 Tage vor der Premiere von WOYZECK & THE TIGER LILLIES im Museumsquartier. Drozda: »Die Vorbereitungen für beide Produktionen laufen sehr konzentriert und auf Hochtouren. Die VBW sind im Musical- wie im Opernbereich sehr gut aufgestellt und haben absolute Vollprofis in allen Positionen.«

»Darüber hinaus gibt es sehr ambitionierte und vielversprechende Spielplankonzeptionen, die bis in das Jahr 2015 hineinreichen. Ich werde daher nach dem möglichen Abgang von Intendantin Zechner mit Unterstützung des engagierten Teams der VBW die interimistische Leitung übernehmen.«, so Drozda.

»Zudem bieten die nächsten Wochen nach der Bestellung ausreichend Gelegenheit, Gespräche mit unseren Eigentümern in der Stadt Wien über die Nachfolge von Intendantin Zechner zu führen.«

Zur Frage einer allfälligen Ausschreibung erachtet es Thomas Drozda als selbstverständlich, wichtige Führungsfunktionen im Falle einer Neubesetzung international auszuschreiben und bekennt sich zu diesem Prinzip, das bereits zur Besetzung seiner Funktion angewandt wurde.

Intendantin Kathrin Zechner wartet die Wahl am Donnerstag, 15. September, ab: »Aus Respekt vor den VBW, den bevorstehenden Premieren sowie vor dem ORF-Stiftungsrat möchte ich derzeit über die Erklärung meiner Bewerbung hinaus keine Stellungnahme abgeben.«

Links
- atmedia.at: Zechner bewirbt sich
- pressemeldungen.com: VBW-Musicalintendantin Kathrin Zechner bewirbt sich als ORF-Fernsehdirektorin
- gmx.net: Zechner-Nachfolge soll ausgeschrieben werden
- apa: VBW-Musicalintendantin Kathrin Zechner bewirbt sich als ORF-Fernsehdirektorin
- Kurier: Wahl: ORF-Chefetage mit einer Bekannten
- vienna.at: ORF: Zechner hat sich als TV- Direktorin beworben
- Tiroler Tageszeitung: Warten auf die Frau Direktor
- Kleine Zeitung: ORF: Heftige Kritik am Personalpaket
- Die Presse: ORF: Weg frei für die TV-Direktorin
- derstandard.at: Zechner-Nachfolge soll ausgeschrieben werden

Wien: “Cats” neuerlich verlängert

Die Premiere der Tourproduktion von “Cats” in Wien findet erst am 29. Januar 2012 statt, doch der Kartenvorverkauf läuft derart blendend, dass die Spielzeit bereits jetzt erneut verlängert wurde. “Cats” wird in Wien bis zum Frühjahrsbeginn bleiben, und wenn der Trend anhält, vermutlich mindestens bis zum Sommerbeginn.

Gespielt wird im Theaterzelt in Neu-Marx. Infos zur Tour bietet die offizielle Website zur Show –> hier.

Interessante Zeiten: Wie spät ist es? Trösten wir uns mit Nivea!

Foto: Andrea Martin

Wir leben in interessanten Zeiten – sogar, wenn man nur das Wiener Musical betrachtet – und auch, wenn man sich da auf die Vereinigten Bühnen Wien beschränkt. Das Verhalten Kathrin Zechners rund um die Berichte, ob sie nun zum ORF wechselt oder doch nicht, findet sich besonders gut durch folgenden kleinen Dialog charakterisiert:

Frage: Wie spät ist es?
Antwort: Die Zeit – was für ein faszinierendes Phänomen! Denken Sie nur mal darüber nach, wie wunderbar es ist, Zeit zu haben, und wie schön es ist, hier zu stehen, Zeit mit Ihnen zu verbringen, dass wir uns die Zeit nehmen, uns miteinander, Sie und ich, zu unterhalten …
Frage: Ich wollte eigentlich nur wissen, wie spät es ist. Also, bitte, können Sie mir bitte sagen, wie spät es ist?
Antwort: Man sollte nie die Zeit, die man hat, geringschätzen. Man ist privilegiert, wenn man über Zeit verfügt. Denken Sie nur an alle jene …
Frage: BITTE, wie spät ist es?
Antwort: … die tagtäglich einem gewaltigen Stress ausgesetzt sind. Nicht auszudenken, wie …

Keine konkreten Antworten auf Fragen zu geben, ist eine sehr hilfreiche Taktik. Und wenn dann aus bestimmten Plänen vielleicht doch nichts wird, kommt vielleicht ja doch die Antwort:

“Fünf Minütchen nach 12 Uhr zeigt die Uhr, das wollte ich Ihnen ja doch die gaaanze Zeit über damit sagen.”

Bemerkenswert ist auch der Umstand, dass mit Beginn der Previews von “Sister Act” am Wiener Ronacher und der Wiederaufnahme der Fregatten-Show am Wiener Raimund Theater zwei Produktionen von Stage Entertainment in Wien laufen. Eine Entwicklung, die Kathrin Zechner aktiv gefördert hat – die VBW-Theater als Abspielstätte deutscher Produktionen, beginnend mit “We Will Rock You”. Der Innovationsgeist solcher Produktionen scheint sich auf das Label “Wiener Fassung” zu beschränken – auf ein Etikett, das manchmal so klein gestaltet wird, dass man es kaum ausmacht.

Gleichzeitig wird im MuseumsQuartier ein scheinbar persönliches Anliegen der Intendantin verwirklicht: eine Mixtur aus Sprechtheater, Stars aus der Welt des Sprechtheaters, gekrönt von einem Touch Skurrilität. Das kann man machen, ein Mal, oder zwei Mal, aber wenn es immer wieder dieselbe Masche ist, wird es langweilig. Dann hat es auch recht wenig mit der so propagierten Vielfalt zu tun. Warum Woyzeck? Warum nicht Sweeney Todd? Warum nicht Musical?

Freilich, Musicaldarsteller können für all den planerischen Wahnsinn ja nichts. Sie machen ihren Job so gut es eben geht und finden sogar in Fregatten-Shows manchmal Themen, die sie gesellschaftspolitisch interessant umgesetzt sehen in ihrer Produktion. Das steht ihnen frei. Man darf es aber auch bezweifeln.

Wie auch immer, Anfang September steppte beim Nivea-Familienfest in Wien der Bär. Die Crew von “Ich war noch niemals in New York” gab Lieder aus der Show mit Schlagern von Udo Jürgens zum Besten:

1. Andreas Lichtenberger: “Siebzehn Jahr, blondes Haar”
2. Andreas Lichtenberger, Ann Mandrella: “Immer wieder geht die Sonne auf”
3. Gianni Meurer, Andreas Bieber: “Ein ehrenwertes Haus”
4. Ann Mandrella: “Ich weiß, was ich will”
5. Julian Fritz: “Mit 66 Jahren”
6. Alle: “Ich war noch niemals in New York”

Andrea Martin war beim Familienfest dabei und hat die folgenden Fotos für diesen Beitrag zur Verfügung gestellt.

Foto: Andrea Martin
Foto: Andrea Martin
Foto: Andrea Martin
Foto: Andrea Martin
Foto: Andrea Martin

Wien: Wer sponsert mit? Das “Vienna Theatre Project” verwirklicht “The Last Five Years”

Man könnte auf verschiedene Arten einen kleinen Beitrag zum Thema Sponsoring von Musicalproduktionen beginnen. Zum Beispiel könnte man anmerken, dass es Theater geben mag, die für Fensterfolien derzeit eventuell mehr Geld ausgeben als kleine Theaterprojekte wie das “Vienna Theatre Project” für ganze Produktionen (siehe –> hier).

Aber bleiben wir positiv. Das “Vienna Theatre Project” wird Anfang Oktober 2011 in Wien Jason Robert Browns Musical “The Last Five Years” auf die Bühne des Theaters Drachengasse bringen. So viel steht fest. Was nun das Set Design betrifft, die Gestaltung der Bühne, so wäre da ein Betrag von 1000 Pfund noch finanzierungsbedürftig.

In Zeiten, in denen Sponsoring-Initiativen im Internet reichlich vertreten sind, hat das Vienna Theatre Project “we fund” gewählt, um die fehlenden 1000 Pfund aufzutreiben. Jeder kann zum Sponsor werden, ab 10 Pfund (Pfund, da “we fund” in England beheimatet ist) ist man dabei, bezahlt wird via Paypal.

Um 10 Pfund bekommt man als Gegenleistung schon recht viel, nämlich “ewige Dankbarkeit”, und ist das nicht was Nettes? Wer mehr in das Unternehmen investiert, kann seinen Namen im Programmheft eindrucken lassen, und nach oben hin werden die Goodies dann natürlich immer verlockender.

Mitmachen lohnt sich. Warum es sich lohnt? Weil es vielleicht mehr Sinn macht, Musicals eigenständig und basierend auf eigener Kreativität zu verwirklichen, als zur Filiale von deutschen Billigketten zu werden. Aber das mag nur meine Meinung sein, so wie mein kleiner Beitrag auch nur ein symbolisches Zeichen ist. Würden sich noch andere Musicalbegeisterte finden, die Zeichen setzen möchten, hätte das Vienna Theatre Project sicher nichts dagegen.

Zu “We fund” geht es –> hier.

Ronacher: “Sister Act” - die Fotoprobe

Am Samstag, den 3. September 2011, fand im Wiener Ronacher die Fotoprobe von “Sister Act” statt, jenem Musical, das am 15. September Wien-Premiere feiern wird.

Gespielt wurden vier Szenen: “Fabelhaft, Baby”, “Ich mach sie kalt”, “Singt hinauf zum Himmel” und “Sonntagmorgenfieber”.

Die Fotografin Isabell Schatz war bei der Fotoprobe dabei und hat einige Aufnahmen für diesen Beitrag zur Verfügung gestellt. In ihrem Blog gibts weitere Fotos und einen Bericht von der Fotoprobe und dem Shooting nach der Veranstaltung. Zum Blog von Isabell Schatz gehts –> hier.

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“Sister Act” Wien: Dagmar Hellberg bis Januar 2012 als Erstbesetzung der “Mutter Oberin” an Bord

Im Juli 2011 ist Felix Rotholz, der Ehemann und Manager von Brigitte Neumeister, gestorben. Die beiden waren seit 1976 verheiratet und unzertrennlich. Brigitte Neumeister wird daher erst mit Anfang nächsten Jahres in die “Sister Act”-Produktion der Vereinigten Bühnen Wien einsteigen.

Bis dahin und auch bei der Premiere im September übernimmt die alternierende Erstbesetzung: Dagmar Hellberg.

Das wird der Musicalherbst 2011 …

… betitelt “oe24.at” einen Artikel und schreibt über ein Musical, ein Sprechstück mit diversen anderen Elementen und eine Revue, nachzulesen –> hier. Und natürlich sind es ausschließlich Produktionen der Vereinigten Bühnen Wien. Ein Vermerk “Infomercial” fehlt übrigens, oder “Falschomercial” – denn wenn das der Musicalherbst wäre, dann Gute Nacht!

Das Highlight im Musicalherbst 2011 wird im Theater in der Drachengasse stattfinden, wo im Oktober Jason Robert Browns Show “The Last Five Years” gegeben wird. Es handelt sich um eine Produktion des Vienna Theatre Project. Die Besetzung: Trevor Jary (Jamie) und Bettina Bogdany (Cathy).

In den Wiener Kammerspielen startet am 22. September 2011 die Produktion “Singin’ In The Rain” unter der Regie von Werner Sobotka.

Mit dazu zum “Musicalherbst” gehört auch die Wiederaufnahme von “Ti Amo 2″ im Wiener Metropol und die Wiederaufnahme der “Hello, Dolly!”-Produktion der Wiener Volksoper.

Ein Trend im Herbst und Winter 2011/12: meist völlige Ideenlosigkeit, was die Produktion neuer Stoffe betrifft: In Klagenfurt spielt man etwa “My Fair Lady” und die “West Side Story”, in Salzburg “The Sound of Music”, in Baden “Sweet Charity”, in Graz “Der Mann von La Mancha” und “Gigi”. Viel wird da nicht in die Entwicklung neuer, spannender Musicalstoffe investiert.

Wie schön, dass sich da Innsbruck mit “Shylock!” (Mai 2012) an Neues herantraut, und in Klagenfurt steht mit “King Kong” (April 2012) zumindest eine österreichische Erstaufführung auf dem Programm.

Die Erzdiözese featuring Michael Schönborn

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Die Kirche scheint geradezu darüber zu jubilieren, dass Michael, der Bruder des Kardinals Christoph Schönborn, demnächst eine Wiener Musicalproduktion mit seinen schauspielerischen Fähigkeiten krönen wird. Nun berichtet auch “Der Sonntag”, die Zeitung der Erzdiözese Wien, über “Sister Act”.

Besonders entzückend die folgende Passage:

Auf die »Gretchenfrage”, wie er es mit der Religion habe, meint er: »Ich habe heute meine Rolle in der Franziskanerkirche geübt … Ich bin gläubig, aber nicht praktizierend.”

Ein paar offene Punkte gibt es aber bezüglich Michael Schönborn noch zu klären. In einem Interview mit dem Magazin “News” vor einigen Wochen meinte er, er habe in den achtziger Jahren in Musicalproduktionen mitgewirkt, in einem Interview mit dem ORF einige Zeit später sagte er, er habe noch nie in einem Musical mitgewirkt. Da müsste man sich dann doch auf eine Linie einigen.

Etwas merkwürdig auch eine Passage eines Interviews mit dem KURIER vom 24. Juli 2011: Da meinte Schönborn:

Ich habe neulich bei der Probe erfahren, dass der Monsignore doch irgendwie musikalisch tätig wird, da hat es mich doch ein wenig aus der Kurve getragen. Und jetzt erinnere ich mich an meine alten Zirkustage [er war einmal ein Clown und Fakir], da besagt das Gesetz, wo auch immer man herunterfliegt, steige auf und übe, so lange, bis du es kannst.

Nunja, es ist wohl nicht gar so unüblich, dass man als Mitwirkender in einem Musical sich auch musikalisch betätigen muss, die Frage ist: Auditions? Hat man da nur das Vaterunser gecheckt? Oder wars wurscht?

Link
- Der Sonntag: »Bösewichte reizen mich”

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