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Archiv - Theater

Der “Stadtsaal” - Wiens neues Kleinkunsttheater auf der Mariahilferstraße

Berlin hat seine Kleinkunstmeile am Kurfürstendamm und Hamburg auf der Reeperbahn. Ab Januar 2011 wird es auch in Wien auf der Einkaufsmeile Nummer 1 ein Kabaretthaus geben, das durch seine Architektur und Lage auf der Mariahilferstraße neue Akzente setzen soll.

Mit einer Besucherkapazität von rund 360 Personen wird der “Stadtsaal” im 6. Bezirk die Kulturszene mitgestalten. Wien wird damit um einen Ort bereichert, an dem sowohl die großen Stars und aufstrebenden Nachwuchskünstler der österreichischen Kabarettszene als auch die des benachbarten Auslands zentrumsnah ein Zuhause finden.

Die Leitung des neuen Theaters übernehmen Andreas Fuderer, Fritz Aumayr und Till Hofmann. Andreas Fuderer leitet seit vielen Jahren erfolgreich das Kabarett Niedermair, Fritz Aumayr hat das Spektakel, die Kulisse und das Vindobona gegründet, und Till Hofmann führt in München die Bühnen Lustspielhaus, Lach- und Schießgesellschaft, Vereinsheim und Oblomov.

Eröffnet wird der “Stadtsaal” am 3. Januar 2011 mit der Vorstellung “Ein Gemeinschaftsabend - Martina Schwarzmann, Willi Astor und Josef Hader”, danach folgt bis 10. Januar ein Kleinkunstfestival mit einem abwechslungsreichen Programm.

Stadtsaal
Mariahilferstraße 81
1060 Wien
Website: http://stadtsaal.com/

Facts
- Der Stadtsaal hat 364 Sitzplätze.
- Mit der Eintrittskarte kann man mit einem Tagesfahrschein um 50 Cent mit den Öffis anreisen und bis vier Stunden nach dem Programm heimfahren.
- Es gibt zwei Ticketkategorien: 19,50 Euro, vorne 24,50 Euro.
- Das Haus wird ohne Subventionen geführt.
- Es wird sieben Tage die Woche gespielt, kein Ruhetag.

Viennale-Chef Hans Hurch: “Ich verstehe nicht, (…) warum das Ronacher zum fünften Mal renoviert wird.”

Herr Hurch, ganz einfach: Es ist baufällig. Wollen wir warten, bis Oma Berta von einem Fassadenstück erschlagen wird?

Aber geht es Hans Hurch, dem Chef des Filmfestivals “Viennale”, eigentlich wirklich um die Gründe für die fünfte (?) Renovierung? Natürlich nicht. Er hätte gerne mehr Geld vom Subventionskuchen für das Filmgenre und meint selbst in einem Interview mit der Wiener Zeitung: “Kultur bleibt Verteilungskampf.” Ob das freilich eine Vision ist, auf die man bauen sollte, bleibt fraglich.

Zum Interview gehts –> hier.

«Becoming Peter Pan - an epilogue to MICHAEL JACKSON”

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Das Wiener Schubert Theater präsentiert ab 16. Dezember 2010 Nikolaus Habjans «Becoming Peter Pan - an epilogue to MICHAEL JACKSON”, ein Panoptikum aus realer Biografie und Phantasie über den König des Pop und den verstörenden Menschen hinter der Kunstfigur Michael Jackson - als Puppentheater für Erwachsene.

Es ist in diesen Tagen faszinierend zu beobachten, wie viel negative Energie von Michael-Jackson-Fans ausgehen kann. Sie werden nicht müde, sich zum Teil unflätig in diversen Foren zu äußern. Zu äußern in Bezug auf eine Theaterproduktion, die im Dezember 2010 erst ihre Premiere feiern wird.

Interessant ist es, mitzuerleben, wie Menschen, die Michael Jackson nie persönlich kennengelernt haben, ihre eigenen Probleme in diese für die Öffentlichkeit von Michael Jackson selbst modellierte Kunstfigur projizieren. Wie sie sich auf Facebook, in Foren und auf andere Weise absprechen, konzertierte Mailwellen in die Welt setzen - und das alles nur, um die von ihnen so verstörend vereinnamte Person zu “beschützen”. Wovor? Das wissen wir nicht, denn worum es hier geht, ist die Produktion eines Theaterstücks.

Schon aus Prinzip wird es daher auf dieser Site jede Menge News über “Becoming Peter Pan” geben, heute zum Beispiel das finale Plakatmotiv der Produktion. Die Freiheit der Kunst hat Vorrang.

Infos zu “Becoming Peter Pan” –> hier

Michael Niavarani interviewt Drew Sarich

Michael Niavarani: Haben Sie an Ihrer Karriere gezielt gearbeitet, oder hat die Liebe für Ihre Arbeit zu Ihrer Karriere geführt?
Drew Sarich: Ich wusste schon mit 6, als ich Neil Diamond: “Hot August Night Live” hörte, dass ich kein Anwalt werden wollte. Ich habe mit 7 angefangen, im Chor zu singen. Mit 11 entdeckte ich die Gitarre UND das Theater. Hausaufgaben haben zum Zeitplan einfach nicht gepasst.

MN: Haben Sie noch ein großes Ziel (welches?), oder reicht Ihnen Ihr momentaner Status?
DS: Ich glaube, dass kein Künstler jemals zufrieden sein kann. Man sehnt sich schon immer nach Abwechslung. Momentan sind meine Ziele Erfahrungen. Ich würde gern mit meiner Musik auf Tournee gehen. Ein paar Monate das Rock & Roll Leben führen. Ich würde gerne eine Kochschule besuchen, Fallschirmspringen, und vielleicht eine Kunstaustellung mit meinen Werken organisiere

MN: Wovor haben Sie mehr Angst: Vor dem Vorgang des Sterbens oder vor der Tatsache, dass sie danach tot sind? Warum?
DS: Der Vorgang. Ich bin kein Fan von Schmerz. Ich hasse auch die Idee, dass jemand mein Leben irgendwie aufräumen müsste. Sobald ich weg bin, kann ich mir nur vorstellen, dass mir alles ziemlich wurscht ist.

MN: Aus irgendeinem Grund (die gute Fee) müssen Sie sich zwischen diesen beiden Lebensweisen entscheiden: 1) Sie werden steinreich (mehrere Milliarden Euro) und bleiben sterblich. 2) Sie müssen mit 700 Euro im Monat auskommen und werden unsterblich. Wie entscheiden Sie sich und warum?
DS: Da ewige Leben kommt mir ziemlich lang vor. Gib mir 88 Jahre und Geld, um das Leben mit meiner Familie zu genießen, und ich werde nicht jammern.

MN: Ihr Kind hat einen Mord begangen. Sie haben die Möglichkeit, alle Indizien verschwinden zu lassen. Würden sie das tun?
DS:Ich glaube, dass man Verantwortung für seine Taten übernehmen muss. Ich hoffe, ich erziehe meine Kinder so, dass sie das Leben eines anderen Menschen über alles respektieren. Dann stellt sich diese Frage nicht.

Das ganze Interview gibt es –> hier

“Becoming Peter Pan” - wütende Jackson-Fans spammen das Schubert Theater voll

Zeit für ein Outing. Mein Name ist Martin Bruny und ich bin Michael-Jackson-Fan - schon länger als ich mich mit Musicals beschäftige. Ich kenne die Szene der Jackson-Fans aus eigener Erfahrung - die guten als auch die bösen Seiten. Für Michael Jackson jedenfalls galt, und das ist unbestreitbar, dass er nie destruktiv dachte und Kunst auf seine Art und Weise, in Tanz und Musik auf einzigartige Weise schuf.

Ganz sicher nicht in Michael Jacksons Sinn ist das Vorgehen einiger “heutiger” Jackson-Fans, die, weil sie eine Ankündigung von Nikolaus Habjans Puppen- und Schauspiel “Becoming Pater Pan” auf dieser Website (–> hier) gelesen haben, nun den Schöpfer dieser Show mit nennen wir es ruhig Schmähbriefen zuspammen. Nur um das etwas klarer darzustellen: “Becoming Peter Pan” ist ein Theaterstück, das noch nicht Premiere hatte, das nicht vorgibt, etwas zu sein, was es nicht ist, weil es einfach noch selbst nicht einmal so hundertprozentig weiß, was es sein wird. Beim Schubert Theater wiederum handelt es sich um ein kleines Wiener Theater, das nur deswegen existiert, weil ambitionierte Theaterleute ihr Herzblut in dieses Haus investieren und immer wieder großartige Produktionen herausbringen. Gerade Nikolaus Habjan beispielsweise ist es in den vergangenen Jahren am Schubert Theater gelungen, sich mit seiner innovativen Art des Puppentheaters einen Ruf zu erarbeiten.

Worüber regen sich die “Fans” denn nun auf? Konkret scheint es um die folgende Passage der Ankündigung zum Stück zu gehen, in der die künstlerische Umsetzung des Theaterstücks beschrieben wird:

Michael Jacksons Biografie rollt sich in diesem fiktivem Epilog neu auf. Seine eigene Geschichte und die Originalerzählung «Peter Pan” bilden die Grundlage. Michael Jackson hat selbst dafür gesorgt, dass sein Leben «zur größten Show auf der Welt” wurde. Es gibt unzählige verschiedene Versionen seines Lebens. Wie sein großes Vorbild, der Zirkusdirektor Phineas Taylor Barnum, hat auch er bewusst sein Leben zur fiktiven Geschichte gemacht. Der Konflikt der sich daraus ergibt, dass diese übermächtige künstliche Version seiner selbst ein Eigenleben entwickelt, ist ein großes Thema des Stücks. Was bleibt zurück vom ursprünglichen Menschen, der sich selbst neu erschaffen hat?
Das zweite große Thema ist die Konfrontation und der Stellenwert von Michael Jacksons Kindheit und seiner Weigerung erwachsen zu werden. Ganz genau wie sein Vorbild Peter Pan, lehnt es Jackson konsequent ab Verantwortung zu übernehmen und erwachsen zu werden. Ganz genau wie bei Peter Pan sind die Konsequenzen daraus Einsamkeit und Isolierung. Jacksons Kindheit wird in dem Stück lebendig, es findet ein direkter Dialog zwischen Jackson selbst und seinem kindlichen Alter Ego statt.
Die «Peter Pan”-Geschichte dient als Rahmen und wird immer wieder zitiert. Wie bei Peter Pan hat auch Michael Jacksons Schatten in dieser Version ein Eigenleben. Dieser wird mittels Videoprojektion dargestellt und repräsentiert das perfekte Ebenbild aus der
Vergangenheit, das mittlerweile auch ohne den Menschen Jackson selbst weitertanzt.
Das Stück wird in englischer Sprache gespielt, um die Kunstfigur Michael Jackson möglichst authentisch aufleben zu lassen. Es sollte jedoch möglich sein, dem Stück auch ohne große Englischkenntnisse folgen zu können.

Das wars. Und das ist ein Grund, sich aufzuregen? Ist das ein Grund, wenn es überhaupt je einen geben sollte, eine konzertierte Aktion gegen einen Künstler zu starten? Die gute Nachricht für Nikolaus Habjan und das Wiener Schubert Theater: Wir leben in Wien, und da gilt für Vorfälle dieser Art immer noch: Ned amoi ignorieren. Es handelt sich bei all den Protesten, die im Theater eingelangt sind, um Mails von Mitgliedern eines oder mehrerer Fan-Foren, die sich untereinander abgesprochen haben. Mögen sie in ihren Foren die Sache ausdiskutieren.

Fazit: Freuen wir uns auf eine interessante und, davon bin ich überzeugt, großartige Produktion Nikolaus Habjans und des Wiener Schubert Theaters.

Who the Fuck is Kreisky? - das Palais Nowak und sein Promotionproblem

Nein, keine Sorge, natürlich wissen wir alle, wer Kreisky ist. Kreisky ist eine deutschsprachige Indie-Rock-Band aus Wien. [–> Wikipedia] Und wer dieser Tage mit dem Autochen durch Wien braust, sieht ab und an ein Plakat, auf dem zu lesen ist: “Lasst Kreisky und sein Team arbeiten!” Hübsch. Eine helle Schrift auf schwarzem Hintergrund, oder umgekehrt, wars ne rote Schrift, war der Hintergrund rot? Na wurscht. Und ganz unten so ein Krixikraxi, wahrscheinlich hat das der Drummer von Kreisky auf seinen Trommeln, als ne Art Logo.

“Die Presse”-Leser haben es da natürlich besser (–> hier). Die wurden dieser Tage informiert, dass die neueste Musikshow des Palais Nowak, die “Lasst Kreisky und sein Team arbeiten” benannt wurde, mit einem zweistufigen Promotionkonzept beworben wird. Bei Stufe 1 handelt es sich um das Originalplakat aus dem Jahre 1971, mit dem “Sonnenkönig” Bruno Kreisky in die Nationalratswahlen ging. Also ehrlich, dieser Wiedererkennungswert muss enorm sein, für die, keine Ahnung, 60-, 70- oder 80-Jährigen, die die Chance haben, dieses Plakat zu sehen.

In Stufe 2 dann, folgt laut “Die Presse”, ein “Aha-Erlebnis”:

“Die zweite Plakatserie der neuen Show ist immer noch vom Slogan »Lasst Kreisky und sein Team arbeiten« dominiert, aber das 70er-Jahre-Design und die Köpfe, die neben Kreisky abgebildet sind, geben preis, dass es sich hierbei nicht um eine Kreisky-Huldigung handelt.”

Wenn mans genau nimmt, sieht man auf Plakat Nummer 2 “Kreisky, Slime & Paiper” und weiß verdammt nochmal noch immer nicht, was das Ganze eigentlich soll. Wo wird was gespielt, worum handelt es sich, wer spielt mit, wer ist die Zielgruppe?

Ein paar Antworten darauf liefern die VBS vulgo Vereinigte Bühnen Schmidleitner, wie man das Kabarett-Triumvirat von Simpl, Palais Nowak und Vindobona, symbolisiert durch Eigentümer Albert Schmidleitner, auch nennt, im “Die Presse”-Artikel vom 19.9.2010, aber wer das Ganze servieren soll, darauf gibt der Artikel keine Auskunft. Zwar soll am 15. Oktober Premiere sein, doch über die Cast gibt auch die offizielle Website des Palais Nowak keine Auskunft (–> hier), dafür sehen wir hier seit ein paar Monaten die Stufe 2 des ausgeklügelten Promotionplakatwahnsinns, ohne hier allerdings je Stufe 1 gesehen zu haben. Auch auf der Website des Kabarett Simpl finden sich keine Angaben zur Cast. (–> hier)

Was täten wir ohne die TV-Sendung “Was gibt es Neues?”? Vielleicht liegts daran, dass Michael Niavarani, der nicht unwesentlich mit den VBS verbunden ist, auch an diesem ORF-Format nicht unwesentlich beteiligt ist, oder dass ein Fanblog leichter administrierbar ist als eine sooooo komplizierte Site wie jene des Palais Nowak, jedenfalls haben wir hier nun die Angaben zur Cast der Show (–> hier):

Nina Tatzber, Roman Straka, Wilbirg Helml, Marco Maurer, Roman Frankl, Ariane Swoboda, Doris Hindinger, Thomas Dapoz, Georg Leskovich, Kudra Owens

Ein Problemchen gibts nun noch. “Die Presse” meldet als Premierentermin den 15. Oktober, “Was gibt es Neues?” den 5. Oktober, das Palais Nowak den 5. Oktober. Sagma Mehrheitsentscheidung, nehma den 5. Oktober und gut is.

Und toi, toi, toi!

Die Wiener Grünen und ihre VBW-Phobie

Eines haben alle Kultursprecher der Wiener Grünen immer und jederzeit drauf: Slogans gegen Musicalförderungen für die Vereinigten Bühnen Wien. Marco Schreuder ist derzeit der Sprecher der Wiener Grünen, und was dieses Thema betrifft, kaut er nur die Aussagen seiner Vorgängerin wieder, er macht sich austauschbar, bringt keinerlei neue Argumente, wirft völlig abstruse Behauptungen in den Raum wie:

Warum Wien immer noch Millionen in Musicals investiert, ist eine der großen kulturpolitischen Fragezeichen der Stadt und ein Erbe aus Zilks Zeiten. Musicals als Tourismusmagnet spielen keine große Rolle mehr. Trotzdem kosten uns zwei Musicalbühnen immer noch ein Vermögen.

… und ist nicht in der Lage, dies auch mit Fakten zu untermauern.

Aber ja, spielen wir Kafka, setzen wir doch eine Kommission ein (wir haben eh so wenige davon), die, so Schreuder, “entscheidet, ob Musicals überhaupt Förderungen bekommen sollen”. Sehr clever. Und klar, sehen wir uns “vergleichbare Musicalbühnen in Deutschland an”, Herr Schreuder. Das Pech ist nur, dass es vergleichbare Musicalbühnen in Deutschland nicht gibt. Aber die Grünen haben sicher Umschulungsprogramme für all jene Angestellten der Vereinigten Bühnen parat, die dann ihren Job verlieren würden, wenn der Betrieb bei den VBW eingestellt werden müsste, wenn wir die Orchester abbauen würden, die Kostümwerkstätten und so weiter.

Doch Rettung naht, denn in diesem Fall hat vor allem die Bundessprecherin der Grünen, Eva Glawischnig, für die Arbeitslosen, die dann am Existenzminimum um den Anschluss ins Erwerbsleben kämpfen müssten, einen guten Tipp, wie man sparen kann. Auf die Frage, welche Kosten sie in einer derartigen Situation einsparen würde, meinte Glawischnig kürzlich: die Internetkosten. Das ist die Realität der Grünen. Das wäre ungefähr so, als würde man Robinson auf seiner Insel raten, das Ruderboot zu zerlegen und zu verfeuern, damit ihm in der Nacht nicht so kalt ist.

Erschreckend oberflächlich findet Schreuder beispielsweise die Aussagen des Wiener Kulturstadtrats Mailath-Pokorny zu MigrantInnen in der Kultur. Erschreckend populistisch und engstirnig könnte man die Haltung der Wiener Grünen zum Musicalgenre bezeichnen. Schade drum.

Link
- Der Standard: “Musicalbühnen kosten uns ein Vermögen”

“Nach Kärnten” in Wien: Musikalisches Kabarett mit Birgit & Nicole Radeschnig

Birgit und Nicole Radeschnig, Absolventinnen (2007) der Abteilung Musikalisches Unterhaltungstheater der Konservatorium Wien Privatuniversität, hats von der Musicalbranche, äußerst erfolgreich, derzeit ins Kabarett verschlagen. 2010 gewannen die Zwillingsschwestern den “Grazer Kleinkunstvogel”, und mit dem ausgezeichneten Programm gastieren die beiden am 25. und 30. September im Schubert Theater Wien, am 7. Oktober im Kulturcafà© Tachles (Karmeliterplatz 1, 1020 Wien), am 21. Oktober sowie am 30. November im Theater am Alsergrund (und vom 18. bis 20. November 2010 auf der Kleinkunstbühne Hin&Wieder im Theatercafà© Graz). Worum gehts in “Nach Kärnten”:

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Das südlichste Bundesland Kärnten hat den Schritt gewagt: Es hat sich von Restösterreich abgespalten und fungiert seitdem als eigener Staat. Da diese Abspaltung allerdings einen Rückgang der Bevölkerungszahlen mit sich gebracht hat, gilt es nun, neue Bewohner für den Staat anzuwerben. Zu diesem Zweck werden von RaDeschnig diverse Kärntner Bräuche und Eigenheiten vorgestellt, sowie unter anderem folgende Fragen aufgeworfen:

- Wohin ist das Ch verschwunden?
- Wie wurde der Schnapskrapfen zum Alkoholiker?
- Was hat es mit dem ominösen Schild ”Nach Kärnten” auf sich?
- Und: Warum bekommt man den Villacher Fasching nur noch auf Rezept?

Termine in Wien
25./30. September: Schubert Theater
21.Oktober/23.November: Theater am Alsergrund

Text, Musik, Regie: RaDeschnig
Klarinette, Blockflöte, Tamburin: Nicole Radeschnig
Gitarre, Klavier: Birgit Radeschnig

Links
- Alle aktuellen Termine unter: www.Radeschnig.net
- Birgit und Nicole Radeschnig

Linda Eder - die einzige echte Wienerin bei “Frank Wildhorn & Friends”

wnf-raimund-en.pngStudiert man die Biographien Linda Eders, die man in den Weiten des WWW findet, so findet man bei WIKIPEDIA beispielsweise folgende Angabe:

Eder was born in Tucson, Arizona on February 3, 1961 and raised in Brainerd, Minnesota. Her parents, Georg (from Austria) and Leila (from Norway), exposed her to music at an early age. [Wikipedia]

Linda Eder schreibt auf Ihrer Website über ihren Geburtsort:

Born in Brainerd, Minnesota, her immigrant parents exposed her to many different types of music. [lindaeder.com]

Beide Angaben dürften nicht wirklich richtig sein, wie sich im Zuge der Promotion für das Wien-Konzert von Frank Wildhorn & Friends herausstellt. So lässt Frank Wildhorn allen Fans ausrichten:

To be able to bring Linda to Vienna, the city of her birth, together with the amazing Thomas, the incredible Pia, and the amazing orchestra under the baton of Koen Schoots is a once in a lifetime chance. I believe this night will be magical.

Und Linda Eder meint dazu:

I am very excited to be performing in Vienna. I am Austrian. My father’s side of the family all live in or near the city. Vienna is beautiful and has a long history filled with the most amazing music. Performing here with Pia and Thomas is an honor for me. One of my most popular songs is called VIENNA. Frank wrote it for me years ago so it’s time that I finally perform it in Vienna. It has been 12 years since Frank and I have performed together on stage. Austrians like music that is melodic, and Frank Wildhorn is a master at writing beautiful melodies.

So ist also am 4. Oktober 2010 Linda Eder die einzige Wienerin (abgesehen von einigen Damen und Herren des Orchesters der VBW), die auf der Bühne neben Frank Wildhorn (New York), Thomas Borchert (Essen), Pia Douwes (Amsterdam) und Koen Schoots (Veghel) zu sehen sein wird.

Tickets für “Frank Wildhorn & Friends” sind bei “Wien-Ticket” erhältlich. Pomp Duck and Circumstance präsentieren das Konzert, unter der Leitung von Koen Schoots spielt das Orchester der Vereinigten Bühnen Wien. Zu hören sind Songs aus «Jekyll & Hyde”, «Dracula”, «Der Graf von Monte Christo”, «Rudolf”, «Bonnie & Clyde” und «Wonderland”.

Patti LuPone über Andrew Lloyd Webber

Musicaldiva Patti LuPone ist auf Promotiontour. Es gilt, möglichst viele Exemplare ihrer Autobiographie “A Memoir” unters Musicalvolk zu bringen. Chicago Theatre Addict berichtet von einer solchen Promotionveranstaltung. Zum Thema Andrew Lloyd Webber spielte sich unter anderem Folgendes ab:

And then a woman asks LuPone to expand on her famously painful experience with Sunset Boulevard, a musical for which composer Andrew Lloyd Webber broke her contract stating she was to open the role on Broadway (after having premiered the role in London for a year) in favor of the more commercially safe Glenn Close.

«There are two chapters in the book on that,” she says. «It’s a sad and shocking two chapters . . . It was one man’s self-destruction, and everybody in his way, and I think it continues to this day. [He’s] an unhappy man, and an alcoholic.”

Link
Chicago Theatre Addict: Patti LuPone calls Andrew Lloyd Webber an ‘alcoholic’

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