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Archiv - Skurriles

Wien: Elton John - Wucherpreise schrecken Publikum ab

Vor nur rund 5000 Fans gab gestern Elton John in der Wiener Stadthalle ein Konzert. Vorbei die Zeiten, als die Stadthalle bei den Gigs des Engländers ausverkauft war, vorbei die Zeiten, als 16.000 zu seinen Shows in die Stadthalle kamen. Kein Wunder bei den Ticketpreisen:

Kategorie 1: 315,50 Euro
Kategorie 2: 221,90 Euro
Kategorie 3: 188,90 Euro
Kategorie 4: 155,90 Euro
Kategorie 5: 111,90 Euro

380.000 Euro an Gage reicher, düste der Meister unmittelbar nach dem Konzert zur nächsten Show weiter. Er kommt sicher bald wieder, vielleicht verdoppeln sich die Ticketpreise dann wieder innert kürzester Zeit.

EM 2008: Unschickliche Zungenküsse/Teil 2

Foto: Martin BrunyEigentlich ist es ja zum Lachen, wenn es nicht so traurig wäre. Wie schon vor einigen Tagen erwähnt, forderte der österreichische Werberat den sofortigen Stopp der Plakatkampagne «Life is a Game!”, die von gantnerundenzi für den Wettenanbieter bet-at-home.com entwickelt wurde. Stein des Anstoßes war das Zungenspiel zwischen einem Fan der deutschen Nationalmannschaft und einer Österreicherin.

In der Begründung der Jury hieß es, dass das Sujet den «ethischen Grundsätzen der Werbung” widerspreche. Werbung im öffentlichen Raum habe «auf die Zielgruppe der Kinder Rücksicht zu nehmen”. «Ungewollte Nachahmeffekte” könnten hervorgerufen werden, so der Werberat.

Mittlerweile sind wir einen Schritt weiter (siehe auch STANDARD). Der Auftraggeber legte Einspruch ein, es kam zu einer nochmaligen Beurteilung des Werbeplakats, und die sieht folgendermaßen aus:

Der Österreichische Werberat fordert das Unternehmen und die Agentur auf, für zukünftige Werbemassnahmen im öffentlichen Raum mehr Sensibilität walten zu lassen und auf die Gefühle von Teilen der Bevölkerung mehr Rücksicht zu nehmen. Auf Grund des ‘Ablaufdatums’ des Plakats wird der Stopp zurückgezogen, gleichzeitig wird aber an den Auftraggeber appeliert, Printanzeigen mit dem gleichen Sujet abzuändern oder durch neue zu ersetzen.

Weiters heißt es, …

… das Plakat verstoße eindeutig gegen die allgemeinen Werbegrundsätze und des Selbstbeschränkungskodex sowohl gegen die allgemein anerkannten guten Sitten und bedient sich einer sexuell anstößigen Darstellung. Der Argumentation der beabsichtigen Polarisierung muss Effekthascherei auf Kosten von Gefühlen von großen Teilen der Gesamtbevölkerung entgegen gehalten werden. Dies entspricht nicht dem Selbstverständnis der im Werberat vertretenen Organisationen in bezug auf positiv wirtschaftliches Agieren und muss aufgrund der Notwendigkeit der Selbstregulierung hart verurteilt werden.

Werfen wir einen Blick in die Seelenwelt der “großen Teile der Bevölkerung”, das ist ganz einfach, wir werden auf der Website des Österreichischen Werberats fündig, wo die Volksseele brodelt:

Mein 11jähriger Sohn und seine Schulkollegen stehen jeden Tag in der Straßenbahnstation vor diesem Plakat und ich muß sagen, ich empfinde es als außerordentlich störend und auch bedenklich, dass unsere Kinder und Jugendlichen tagtäglich mit derlei obszönen und unschönen Darstellungen eines Kusses geprägt und reizüberflutet werden.

Da ich eine Leih-Oma bin, finde ich es nicht sinnvoll, dieses Plakat öffentlich zu zeigen, da die Kinder dazu neigen, alles nachzumachen was sie von den Eltern, Medien, Plakaten usw. sehen.

Schließe mich der Beschwerde über die Aufdringlichkeit der Nahaufnahme eines Zungenkusses an.
Die zwei genießen es, doch kein Grund diese Intimität der Gesellschaft aufzudrücken!!!!
Voyeuristisch und max. aufdringlich! Unterbinden Sie bitte derartige Werbung! D A N K E !!!!!

Meine Mutter hat mir erzählt wie ihr Enkerl zu Besuch kam ihr ein Busserl gibt
und plötzlich spürte sie voller Entsetzen die Zunge des Kindes in Ihrem Mund. Es ist schon sehr bedenklich wohin die weitere Entwicklung unserer Kinder mit solchen Werbeeinflüssen hinführen soll. Der Verfall der Moral und Ethik in unserer Gesellschaft, hat schon solche Dimensionen angenommen und ich empfände es sehr wünschenswert, diese Einflüsse auf unsere Kinder zu verhindern.

Man muss sich angesichts solcher Postings fragen, ob diese besorgten Eltern auch Firmen wie DM und anderen Drogeriemärkten Briefe zukommen lassen, in denen sie den Verkaufsstopp von Kondomen in den normalen Geschäftsräumlichkeiten fordern. Andererseits ist jetzt schon eher verständlich, dass es auch heutzutage eine Vielzahl von Kindern gibt, die nicht von ihren Eltern, sondern von Dr. Sommer aufgeklärt werden.

EM 2008: Unschickliche Zungenküsse

Foto: Martin BrunyDer österreichische Werberat fordert den sofortigen Stopp der Plakatkampagne “Life is a Game!”, die von gantnerundenzi für den Wettenanbieter bet-at-home.com entwickelt wurde. Stein des Anstoßes ist das Zungenspiel zwischen einem Fan der deutschen Nationalmannschaft und einer Österreicherin.

In der Begründung der Jury heißt es, dass das Sujet den “ethischen Grundsätzen der Werbung” widerspreche. Werbung im öffentlichen Raum habe “auf die Zielgruppe der Kinder Rücksicht zu nehmen”. “Ungewollte Nachahmeffekte” könnten hervorgerufen werden, so der Werberat. (via STANDARD)

Salzburg plant “The Sound of Music”-Museum für 2009

Salzburg arbeitet hart an seinem Ruf, zum Disneyland Österreichs zu werden. Einen neuen Anlauf dazu gibts im Herbst 2009 mit der Eröffnung des “The Sound of Music”-Museums.

Auf der mittlerweile eingerichteten Website steht unter “Vision” zu lesen:

Das weltweit erste und einzige Sound of Music Museum an einem Originalschauplatz zu eröffnen.

Einen Ort zu schaffen, an dem man träumen, an das Gute glauben, Musik erleben und der faszinierenden Geschichte einer Familie nachgehen kann, die zur Inspiration wurde für den beispiellosen Welterfolg des Filmmusicals Sound of Music.

Die außergewöhnliche Anziehungskraft dieser Stadt und die wunderschöne Landschaft – Bühne für Sound of Music - in das Museumskonzept einzubinden

Glauben wir also an das Gute, und vielleicht auch daran, dass die Verantwortlichen ein bisschen mehr über den Gegenstand ihres Interesses herausfinden. [Offizielle Website]

“slow your roll” - Der Tipp des Tages für gestresste Fußballfans

Nicht das abgedroschene “Red Bull verleiht Flügel”, sondern “slow your roll” sollte die Devise lauten, bei der heute beginnenden Fußball-Europameisterschaft.
“Drank” bietet all das, was man nach dem Stress am Fußballplatz braucht, um gut schlafen zu können: Melatonin, Baldrian und Hagebutten, ein sanft entspannender Anti-Energy-Drink, der in den USA derzeit boomt.

In einer Pressemeldung der Erzeugerfirma steht zu lesen:

From design to production, every aspect of this calming drink was inspired by today’s popular hip hop artists who embrace the much sought-after hip hop lifestyle that encourages people to capture a stress-free state of mind.

Wie unendlich relaxter könnten diese Spiele werden, wenn das statt Bier ausgeschenkt werden würde.

Zemanta Pixie

Justin Timberlake: “The Love Guru”

Justin Timberlake sorgt in den USA für Aufregung, derzeit vor allem unter Journalisten, die sich derzeit gerne über jenen “Vertrag” unterhalten, den sie unterschreiben müss(t)en, wenn sie sich dieses Wochenende die Pressevorführung von “The Love Guru” (offizieller Kinostart in den USA: 20. Juni 2008) ansehen woll(t)en.

So wird unter anderem Folgendes verlangt:

All Material which Journalist intends to use first must be submitted to Company and Artist for approval. The print, negative, or other material embodying disapproved Material will be promptly destroyed by the Journalist.

Accordingly, Journalist agrees not to disclose to anyone any confidential, personal, or private information about Artist, Artist’s family, or Artist’s personal relationships at any time, or to write or assist in the writing or preparation of articles, news stories, books, or other productions or materials of any nature whatsoever about or referring to Artist.

Journalist acknowledges and agree that the damages caused Company and Artist from a violation of this Agreement are irreparable, and that Company and Artist may seek appropriate equitable or injunctive relief to prevent or remedy a violation of the terms hereof, in addition to damages. In any controversy respecting this Agreement, the prevailing party will recover its attorneys fees and costs.

Den kompletten Vertragstext liefert Sharon Waxman auf ihrer Site –> hier

Update/18:00 Uhr
Sharon Waxman:

My sources tell me that the studio has backed down and the contract is no longer. Ladies and gentlemen, the power of the Internet.

Niavarani & Co. - die Rettung mitten im Fußballwahnsinn

Wenn in wenigen Tagen fußballinteressierte Europäer Wien stürmen, das kulturelle Leben der Stadt zum Erliegen kommt und alle Einheimischen nur mehr versuchen, nicht an “Fanzonen” vorbei zu müssen und in keine vollgepinkelten Rasen zu treten, dann gibt es doch ein klein wenig Hoffnung.

Auf der Website von www.wasgibtesneues.at begleiten Michael Niavarani, Florian Scheuba, Thomas Maurer und Eva Maria Marold die EM-Spiele der Österreichischen Nationalmannschaft.

Kommentiert werden die EM-Spiele im Büro von “OJA! Content and Games” bei Chips und Drinks. Otto Jankovich, Channel Manager von www.wasgibtesneues.at:

Unter unseren Kommentatoren befinden sich echte Experten: Eva Marold weiß einfach alles über das kroatische Team. Florian Scheuba und Thomas Maurer haben bereits bei “Die 4 Da” bewiesen, dass ihr Herz für das runde Leder schlägt. Und was wahrscheinlich niemand weiß, und wahrscheinlich er selbst auch noch nicht: Michael Niavarani ist ein echter Fußball-Profi - wir alle werden von seinem unglaublichen Background-Wissen profitieren. Ich denke, für die Zuschauer wird es eine spannende und vor allem wirkliche kurzweilige Unterhaltung. Und für uns alle ein Riesenspaß, wir freuen uns schon darauf!

So funktioniert es: Live-Übertragung im Fernsehen anschalten, Ton abdrehen, auf www.wasgibtesneues.at gehen und die Live-Kommentare zu den EM-Spielen anhören.

Termine
8. Juni um 18 Uhr Österreich : Kroatien
12. Juni um 20 Uhr 30 Österreich : Polen
16. Juni um 20 Uhr 30 Österreich : Deutschland
und dann ist es eh vorbei.

For the records: Tina Turners teures Wien-Gastspiel

Man liest es in allen Medien derzeit: Soul-Lady oder auch Rock-Oma Tina Turner, die eine schöne Karriere hinter sich hat und in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts diverse Konzerte in Wien gab, kommt wieder mal in die Bundeshauptstadt - in der Hoffnung, dass alle treuen Fans, die damals um die 350 Schillinge für gute Tickets bezahlten, heute rund 3000 Schillinge für eine gleichwertige Eintrittskarte bezahlen, oder rund 1500 Schillinge für einen absolut miesen Platz, auf dem man nichts sieht und wenig klangliche Qualität noch wahrnehmen kann.

Jaja, alles ist teurer geworden, aber nicht wirklich um so vieles teurer, wie uns Konzertveranstalter weismachen wollen. Wer aber Tina Turner unbedingt sehen MUSS, der bekommt Tickets –> hier (von 121 bis 229 Euro)

RTL-Unterhaltungschef Sänger: Von Musicals keine Ahnung?

In einem Gespräch mit der Westfälischen Rundschau meint RTL-Unterhaltungschef Tom Sänger zum Thema Musicals im TV und Musical-Castingshows:

Bei einem Musical buche ich ein Arrangement. Da gehe ich mit Freunden hin oder auch nur mit dem Partner und genieße einen Abend. Da erlebe ich Theater für jedermann. Vielleicht gibt’s noch ein Abendessen dazu. Da mache ich mich schick. So ist das Lebensgefühl Musical auch erfolgreich. Aber: Man kann das schlecht über den Bildschirm vermitteln.

Ich glaube, dass DSDS als Show und gleichzeitig als Soap viel breiter angelegt ist als etwa ein Musical-Casting. Jeder glaubt, Gesang beurteilen zu können. Das ist ein ähnlich breit angelegtes Thema wie Fußball.

Die Frage ist, worauf Sänger im ersten Teil seines Statements überhaupt Bezug nimmt. Wann gab es in letzter Zeit für das TV produzierte Musicals? Auf die Schnelle ist da wohl nur eines zu nennen: Disneys “High School Musical”, und da kann Herr Sänger mit DSDS einpacken, was den Erfolg betrifft. Wieso sollte ich bei Musicals ein “Arrangement” buchen, wer sagt, dass das der Normalfall ist? Wieso sind Musicals auf einmal Theater für jedermann? Wieso muss sich auf einmal jeder TV-Mensch, der vielleicht noch nie tatsächlich in einem Musical war, als Spezialist für Musicals gerieren? [medienhandbuch]

“Celebrity Rehab” - Reality-Wahnsinn mit “Jekyll & Hyde”-Darsteller Sebastian Bach

Am 10. Januar 2008 startete der amerikanische Sender VH1 die nächste Stufe mitten im Reality-Wahnsinn: “Celebrity Rehab with Dr. Drew”. Prominente werden dabei beobachtet, wie sie ihre Suchtkrankheiten bekennen und behandeln lassen. Fast könnte man von einem Castingshow-Spin-off sprechen, war doch bei der ersten Staffel dieser Show Jessica Sierra dabei, Teilnehmerin der vierten Staffel der US-Castingshow “American Idol”. Weiters ließen sich behandeln: der Schauspieler Daniel Baldwin, Model/Schauspielerin Brigitte Nielsen, der ehemalige Kinderstar Jeff Conway u. a. m.

Mittlerweile ist die zweite Staffel von “Celebrity Rehab” in Planung. Voraussichtlich mit dabei: Aaron Carter (Bruder des Backstreet-Boys-Sängers Nick Carter), Heidi Fleiss und Sebastian Bach, Leadsänger von Skid Row und ehemaliger “Jekyll & Hyde”-Darsteller in der Broadway-Produktion des Frank-Wildhorn-Musicals.

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