Martin Bruny am Mittwoch, den
4. März 2009 um 00:35 · gespeichert in Fotos, Theater, 2009

Maya Hakvoorts drittes Soloprogramm (”Maya’s Musical Life”), das am 27. Februar 2009 im stadtTheater Walfischgasse Premiere feierte, sollte es werden, zu dem man nach “Maya Goes Solo” (2005) und “In My Life” (2008) endlich uneingeschränkt gratulieren kann. Und zwar gleich aus mehreren Gründen.
Erstens gibt sie mit der dritten Show ihren Fans das, was die ganz offensichtlich am liebsten haben: Musicalmelodien (”Elisabeth” inklusive) - nicht nur Hits, auch Rareres, gesungen in einer Art und Weise, die erkennen lässt, dass die Künstlerin Musicals tatsächlich auch singen will und ihren Job nicht nur als nervenden Brotberuf empfindet.
Tatsächlich ist es ja so, dass relativ wenige Musicaldarsteller Solokonzerte mit Musicalsongs bestücken. Oft hört man alles andere bei Soloausflügen, angefangen bei Jazz über Rock bis hin zu Metal. Was an und für sich eine tolle Sache ist, zeigt es doch die Bandbreite, die ein Sänger drauf hat, wären da nicht die üblichen Bashings, die bei solchen Gelegenheiten jene Shows abbekommen, mit denen man es zum Publikumsliebling geschafft hat. Da stellt sich dann mitunter die Frage, ob ausgerechnet Musicalfans für Soloexperimente das richtige Publikum sind, und so beginnt der eine oder andere Musicaldarsteller seine Karriere als Soloperformer in Häusern wie dem Theater an der Wien und endet im Akzent, Metropol oder im Cenario vor deutlich minimierter Schar. Bei Maya Hakvoort muss man sich da wohl keine Sorgen machen. Der 20 Jahre umfassende Rückblick auf ihre bisherige Karriere ist ein Hit und wird sein Publikum finden.

Maya Hakvoort bietet zwei Stunden Musicalmelodien aus all jenen Produktionen, in denen sie bis dato mitgespielt hat, angefangen bei der Tournee-Produktion “Jeans” bis zu “High Society”, einer Show, die sie 2008 ins Stadttheater Baden geführt hat. Einen kleinen Ausblick bietet Hakvoort auch auf das Jahr 2010 mit der von Herman van Veen (Text) gemeinsam mit Lori Spee (Musik) geschriebenen Nummer “A child of our own”. Der Song stammt aus dem Musical “The First Lady” und wird nächstes Jahr seine deutschsprachige Erstaufführung im stadtTheater Walfischgasse erleben. Maya Hakvoort wird dabei die Hauptrolle übernehmen und als Produzentin (gemeinsam mit Anita Amersfeld) fungieren. Wer sich für die Songs dieses Musicals interessiert: Im Webshop von Herman van Veen ist “The First Lady” (gesungen von Lori Spee) erhältlich.
Warum ist “Maya’s Musical Life” noch sehenswert? Erstmals lässt sich die Musicaldarstellerin auch von einem kleinen Ensemble unterstützen und bietet damit sechs jungen Musicalschülern der Konservatorium Wien Privatuniversität (Stefan Bleiberschnig, Thomas Dapoz, Sarah Laminger, Martina Lechner, Patrizia Leitsoni und Dustin Peters) die Gelegenheit zu einem öffentlichen Auftritt. Das nützen einige der sechs zu einer echten Talentprobe, anderen wird ihre Performance sicher dazu dienen, einiges feinzujustieren. Maya Hakvoort jedenfalls war die Freude deutlich anzusehen, mit ihren jungen Kollegen auf der Bühne zu stehen.

Äußerst unterhaltsam diesmal auch die Confà©rencen und Einleitungen zu den Songs, Schnurren aus dem Leben einer Musicalsängerin, Gschichtln über den Stress bei Proben und Tourneen, lustige Anekdoten von Erlebnissen im Theateralltag. Eine entspannter Musicalabend im stadtTheater. Sehr gelungen.
1. Akt
01) “Something’s coming” (Jeans, 1989)
02) “Am Ende vom Tag” (Les Misà¨rables, 1990) + Ensemble
03) “Ich hab geträumt” (Les Misà¨rables, 1990)
04) “Higher Ground” (Gaudi, 1993) feat. Stefan Bleiberschnig
05) “Inside looking out” (Gaudi, 1993)
06) “Too late” (Gaudi, 1993) feat. Thomas Dapoz
07) “Nichts ist schwer” (Elisabeth, 1994) feat. Dustin Peters
08) “Ich gehör nur mir” (Elisabeth, 1994)
09) “Ihr Männer” (Catharine, 1997)
10) “My child” (Blood Brothers, 1998) feat. Patrizia Leitsoni
11) “Alles, nur nicht einsam” (Aspects of love, 1999)
2. Akt
01) “Cellblock Tango” (Chicago, 1989) + Ensemble
02) “Flieder” (Die 3 Musketiere, 2000)
03) “Jeden Tag” (Die 3 Musketiere, 2000) feat. Martina Lechner
04) “I got the sun in the morning” (There’s no Business like Showbusiness, 2000) + Ensemble
05) “Da war einst ein Traum” (Jekyll & Hyde, 2001)
06) “Schafft die Männer ran” (Jekyll & Hyde, 2001) + Ensemble
07) “Mädchen der Nacht” (Jekyll & Hyde, 2001) feat. Sarah Laminger
08) “Walzer für Eva und Che” (Evita, 2006) feat. Stefan Bleiberschnig
09) “Ruf nicht nach mir Argentinien” (Evita, 2006)
10) “Unsere Liebe” (High Society, 2008) feat. Dustin Peters
11) “A child of our own” (The First Lady, 2010)
12) “Der Schleier fällt” (Elisabeth, 2007) feat. Thomas Dapoz
Zugaben:
13) “All that Jazz” (Chicago, 1989)
14) “In my Life” (John Lennon/Paul McCartney)
Ein paar Fotos mehr und größer –> hier
Weitere Termine von “Maya’s Musical Life”:
Dienstag, 31. März 2009, Beginn: 20 Uhr
stadtTheater walfischgasse, Walfischgasse 4, 1010 Wien
Kartenpreise: zwischen € 23,- und € 38,- (je nach Kategorie)
Tickets erhältlich unter Tel.: 01 / 512 42 00 und www.stadttheater.org
Donnerstag, 14. Mai 2009, Beginn: 20 Uhr
Gloria Theater, Prager Straße 9, 1210 Wien
Kartenpreise: zwischen € 28,- und € 38,- (je nach Kategorie)
Tickets erhältlich unter Tel.: 01 / 278 54 04 und www.gloriatheater.at
Martin Bruny am Dienstag, den
3. März 2009 um 17:00 · gespeichert in Wien
Wer das Programmheft zu “Rudolf”, dem neuen Musical von Frank Wildhorn und Jack Murphy, das seit 26. Februar 2009 im Wiener Raimund Theater zu sehen ist, bereits gelesen hat, dem wird bei der Biographie des Komponisten folgender Satz aufgefallen sein:
Die Gala WILDHORN & FRIENDS hatte im September 2005 Premiere in New York City, war seit Mai 2007 schon mehrere Male in Europa und wird beim Donauinselfest 2009 zu hören sein.
Nähere Einzelheiten dazu Ende März 2009.
Martin Bruny am Samstag, den
28. Februar 2009 um 11:23 · gespeichert in Wien
Nach ihrer Babypause erarbeitet Maya Hakvoort 2010 gemeinsam mit Herman van Veen ein Kammermusical über das Leben von Jackie Kennedy mit dem Titel “The First Lady”. Aufgeführt wird die Show im Stadttheater Walfischgasse. Gemeinsam mit Anita Amersfeld, die das Theater seit 2005 leitet, wird Hakvoort das Musical auch produzieren.
Update 2011
Und man hörte nie wieder etwas von diesen Plänen …
Martin Bruny am Samstag, den
21. Februar 2009 um 01:33 · gespeichert in Wien

Mit der ersten Vorstellung vor Publikum hat am Freitag, dem 20. Februar 2009, für Frank Wildhorns Musical “Rudolf - Affaire Mayerling” ein Reigen von Previews begonnen, der bis zur Premiere am 26. Februar 2009 zum Feintuning des Showablaufs genutzt wird. Kritiken zur Show dann nach der Premiere unter anderem im nächsten “musicals”.
Martin Bruny am Mittwoch, den
18. Februar 2009 um 16:00 · gespeichert in Musical, Wien
Mit dem heutigen Tag, dem 18. Februar 2009, gehen die Proben für die Wiener Produktion von Frank Wildhorns Musical “Rudolf - Affaire Mayerling” in die Endphase. Auf die Fotoprobe, die heute Vormittag stattgefunden hat, folgen die Generalprobe sowie einige Previews, bis am 26. Februar 2009 um 19:30 Uhr im Raimund Theater die Galapremiere steigt (für die es übrigens seit heute, 10 Uhr vormittags, Karten bei Wien-Ticket zu kaufen gibt).
Bei der heutigen Fotoprobe wurden insgesamt drei Szenen/Songs vorgestellt. “Alptraum - Die Fäden in der Hand”, “Bahnhof - Du bist meine Welt”, “Eislaufverein - Tralala”. Die hier gezeigten Aufnahmen von der Fotoprobe hat die Fotografin & Webdesignerin Isabell Schatz gemacht (alle Fotos: © Isabell Schatz). Wer mehr von ihrer Arbeit und weitere Rudolf-Fotos sehen möchte, sollte auf ihrer Homepage vorbeischaun und auch was Nettes im Gästebuch hinterlassen –> isabell-schatz.com
1) Alptraum - Die Fäden in der Hand
Interpretiert von Uwe Kröger, Drew Sarich, Claus Dam, Lisa Antoni & Ensemble, die Eröffnungsnummer des 2. Akts.


2) Bahnhof - Du bist meine Welt
Gesungen von Lisa Antoni und Drew Sarich in einer Extraportion Bühnennebel.


3) Eislaufverein - Tralala
Eine Ensemblenummer.







Martin Bruny am Montag, den
16. Februar 2009 um 00:10 · gespeichert in Netz, Pop
Greg Holden ist ein junger englischer Singer/Songwriter, der via Youtube durchstarten möchte. Genau genommen schreibt und interpretiert er Folksongs und konnte im Laufe der letzten Monate/Jahre via Youtube mit seinen Videos eine stattliche Fangemeinschaft um sich scharen.
Jetzt zieht es ihn nach New York, wo er frisch durchstarten will. Wird er es schaffen? Ist das nur eine der üblichen Stories, die meistens schlecht ausgehen, oder gibts bald Greg Holden, den großen Rockstar? Man kann es mitverfolgen, wenn man möchte. Via YouTube. Oder via eBay, wo er seine Gitarre versteigert, um in New York leben zu können.
Links
- GregHoldenOnline.com
- Greg Holdens YouTube-Channel
- Greg Holdens MySpace
Martin Bruny am Freitag, den
13. Februar 2009 um 13:53 · gespeichert in Castingshows
Am 29. März 2009 startet BBC America die englische Castingshow “Any Dream Will Do”. Ziel der Show ist es, den neuen “Joseph” für die kommende West-End-Produktion von Andrew Lloyd Webbers Musical “Jo …” - da stimmt doch irgendwas nicht?
Ganz richtig, die Castingshow “Any Dream Will Do” ist mittlerweile steinalt, tv-mäßig, also an die zwei Jahre. Aber, wäre das nicht ein großartige Idee für den ORF, so könnte man doch ein Wiedersehen feiern mit Starmania 1 auf TW 1. Mit Michael Tschuggnall, Christina Stürmer, Lukas Permanschlager, Vera Böhnisch, Niddl … jedenfalls mit wesentlich mehr bekannten Namen, als die Staffeln 2 bis 4 zusammengenommen herausgebracht haben.
Link
- Playbill: BBC America to Air “Any Dream Will Do” Reality Competition and Barrowman’s “Making of Me”
Martin Bruny am Donnerstag, den
12. Februar 2009 um 18:46 · gespeichert in Skurriles
“I had a stalker while filming a movie in Spain last year. She stood outside of my apartment every day for weeks - all day every day. I was so bored and lonely that I went out and had dinner with her. I just complained about everything in my life and she never came back. People get bored of me in, like, two minutes.”
- Robert Pattinson, to Creme magazine, on how he got rid of an obsessive fan [via Perez Hilton]
Martin Bruny am Mittwoch, den
11. Februar 2009 um 17:20 · gespeichert in Wien
Hamann nach Lektüre des Librettos und einem Probenbesuch: “Das Ganze ist gut gemacht, und ich will nicht beckmessern. Aber mit der Geschichte Rudolfs hat es nichts zu tun. Er war ein gescheiter, sensibler Mensch, am Ende abgemagert und ständig hustend. Dass er sich in einem Bordell mit vielen Weibern umgeben hätte, ist unvorstellbar. Die beiden wichtigsten Frauen in seinem Leben kommen im Musical nicht vor: seine Mutter Elisabeth und Mizzi Kaspar. Das mit der Annullierung der Ehe ist Unsinn: Wen hätte er denn heiraten sollen? Die Halbweltdame Mizzi oder die niedrige Adelige Mary Vetsera? Das hätte er als Habsburger nicht gedurft. Vor allem aber hat ihm Mary nichts bedeutet.” Frontal wendet sich die Historikerin auch gegen den Roman “A nervous Splendour” des Österreichers Frederick Morton, auf dem das Libretto beruht: “Ich schrieb 1977 meine Dissertation über Rudolf und veröffentlichte sie 1978 als Buch. Er hat daraufhin in drei Monaten ein gängiges Büchel gemacht. Da stimmt vieles nicht, und ich habe das Buch weggeworfen. Sein Roman ging in Amerika sehr gut, daher konnte keine amerikanische Übersetzung meines Buches erscheinen.
Link
ots: Autorenstreit über Rudolf-Musical - Hamann: “Habe ihn nicht wiedererkannt”
Martin Bruny am Mittwoch, den
11. Februar 2009 um 17:01 · gespeichert in TV, Skurriles
Ein komischer Tag, voll von Schlagworten und schlecht formuierten abstrusen Zusammenhangskonstrukten. So darf Michael Jeannee nun laut Oberstem Gerichtshof die Tageszeitung “Österreich” nicht mehr “Billig-Postille” oder “Perlen-vor-die-Säue-Blatt” nennen. Interessant, dieser Infight zwischen “Kronenzeitung” und “Österreich”, an sich aber doch fast eine Form der Zensur, die dazu einlädt, weiter zu klagen, wenn irgendeine Bezeichnung nicht passt. Andererseits, da war doch was, ja, vor einem Jahr wurde Gery Keszler, der Organisator des Wiener Life-Balls als “Berufsschwuchtel” bezeichnet, auch er hat geklagt, und verloren. Berufsschwuchtel geht also, “Billig-Postille” nicht.
In einem Interview meinte Kathrin Zechner, die Intendantin der Vereinigten Bühnen Wien, unlängst: “In den letzten zehn, verstärkt in den letzten fünf Jahren hat sich die Konkurrenz bei Musicals in Wien verstärkt.” Gemeint hat sie unter anderem damit die Halle F der Wiener Stadthalle. Nun muss man eigentlich dazu sagen, dass die Vereinigten Bühnen Wien und die Wiener Stadthalle derselben Holding, nämlich der Wien Holding gehören. Stellt sich da nicht viel eher die Frage, ob der Umstand, dass sich nun die Stadthalle zusätzlich als Musicalveranstalter etablieren möchte, zu einer Art Monopol der Wien Holding im Wiener Raum führt, der eher kleine unabhängige Theaterhäuser zu Verzweiflungsseufzern treiben sollte als die Vereinigten Bühnen Wien? Also ich versteh es nicht ganz.
Der Standard berichtet heute darüber, dass “Wrabetz Lorenz wegen Verunglimpfung von Mitarbeitern rügt”. Hat Herr Lorenz sich etwa in einer Schimpforgie über die Qualität des ORF-Programms aufgeregt? Nein, ganz und gar nicht. Viel eher ist das der geschickte Versuch, Zensur über die Bande einzuleiten. Der ORF-Generaldirektor beauftragt seinen Programmdirektor damit, Einfluss zu nehmen, auf dass nicht genehme Inhalte des Satirikers Alfred Dorfer in der Sendung “Dorfers Donnerstalk” eben - nicht - auf Sendung gehen. Das nennt man gemeinhin Zensur, nicht? Hab ich etwas falsch verstanden? Hab ich etwa zu viel im Musicalclubforum der Vereinigten Bühnen Wien gelesen, wo derzeit darüber gestritten wird, ob es akzeptabel ist, dass eine 40 Jahre+ alte Musicaldarstellerin ein Kind erwartet. Vermutlich sind das alles Nachwirkungen des letzten Vollmonds, denn normal ist das alles mit Sicherheit nicht.
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