Susan Rigvava-Dumas live @ Porgy & Bess


Project 2 feat. Susan Rigvava-Dumas live @ Porgy & Bess, 26. Oktober 2008


Project 2 feat. Susan Rigvava-Dumas live @ Porgy & Bess, 26. Oktober 2008
… schreibt Simone Meier (”Tages-Anzeiger”) in ihrer Rezension der Schweizer “Elisabeth”-Premiere. Ist doch immer wieder schön, mal wieder lachen zu können.
Irgendwann verliert man auch schlicht die Geduld mit dieser Frau. Himmel noch mal, sie heiratet einen Kaiser! Einen Kaiser, der ihr im Laufe ihrer Ehe immer mehr Privilegien und Freiheiten einräumt und sie offensichtlich sehr liebt. Und dann beschwert sie sich ein ganzes Musical lang darüber! Singt andauernd: «Ich gehör nur mir!» Unterstützt wird sie in ihren Freiheitsbestrebungen vom Tod (Felix Martin, ein schöner Mann mit einer unmöglichen Frisur), zu dem Elisabeth seit ihrer Pubertät eine innige Beziehung hat (Eros und Thanatos winken wie verrückt mit ihren Zaunpfählen) und der sie zum Schluss auch von ihrem Leben im Hofkorsett mit einem langen Kuss erlöst.
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Elisabeth-Musical: Viele inbrünstige Emotionen, wenige Nuancen
Das Totschlagargument per se in Diskussionen um das langsame Dahinscheiden der so genannten “Long Runs” lautet: “Na, kein Wunder, bei der Wirtschaftskrise.”1
Die Wirtschaftskrise mag ein Faktor sein bei diesem Phänomen, tatsächlich steckt aber auch etwas anderes dahinter (abgesehen davon, dass die Zeit der Megamusicals der achtziger Jahre, aus denen sich die meisten Long-Runs rekrutierten, nun mal, bis auf wenige Ausnahmen, vorbei ist). Musicals sind für viele Besucher im Laufe der Zeit so etwas wie “beste Freunde” geworden, die man ab und an, oder auch häufiger, besucht.
Das war lange Zeit kein Problem - bis ein paar besonders kluge Köpfe auf die Idee kamen, die Ticketpreise schlagartig um einen Faktor X zu erhöhen, der diese Bindung vieler Zuschauer an “ihre” Shows kappte. Die Ticketpreise waren bis vor zirka zehn, fünfzehn Jahren am Broadway und bis vor ein paar Jahren in Wien im Vergleich zum Einkommen vieler Musicalfans “relativ” erschwinglich. Da war es für einen Fan am Broadway durchaus möglich, seine “Lieblinge” regelmäßig zu besuchen. Das ist ein Phänomen, das unbestreitbar existiert(e), so wie man das auch, auf einem anderen Niveau, in Wien kannte und auch heute, in geringerem Ausmaß, kennt.
Schaun wir uns die derzeitige Situation am Broadway an: Als Jason Robert Browns neue Show “13″ in aller Munde war und die prächtigen Kritiken noch nicht mal alle heruntergeklopft waren, kostete das billigste Ticket für die Show 76,50 Dollar. 76,50 Dollar, das ist ein Preis, den viele Theaterbesucher, die nicht nur einmal Tarzan furzen hören wollen und nicht unbedingt auf Löwen und Meerjungfrauen stehen, die nicht in Bussen herangekarrt werden, Musicals aber seit Jahrzehnten besuchen, meist noch nie für ein Ticket ausgegeben haben.
Freilich musste Jason Robert Brownn auch innerhalb kürzester Zeit erkennen, dass er mit solchen Preisen nicht lange am Broadway bleiben wird mit seiner Show (wieder einmal). Und so wie man am Basar mit Wurschtsemmeln handeln würde, gibt es nun, bei einer durchschnittlichen Auslastung von knapp über 50 Prozent, Rabatte. 25 Dollar pro Ticket, das ist der aktuelle Preis, den man zahlt, wenn man nicht so dumm war, beispielsweise als Brown-Fan, im Voraus zu kaufen.
Auf seiner Website schreibt Brown:
I want people to come see “13″, and I asked the producers what we could do to make sure that my fans and friends could come, and do it now when we really need to build momentum. And they really came through.
Through November 3, you can get orchestra and front mezzanine tickets for any weeknight (and Sundays at 7!) for only $25. That means you can take a family of four to see the show for less than the cost of one ticket to “The Lion King.”
Die Situation in Wien ist nicht viel anders (abgesehen davon, dass einige Theater subventioniert werden, was dem Ganzen doch einen etwas skurrilen Touch gibt). Die Ticketpreise steigen im Dreivierteltakt. Während man es aus Deutschland gewohnt war, dass neu erbaute riesige Mehrzweckhallen bestimmte Saalabschnitte wie den neunten Rang oder Reihe sechstausend gar nicht erst in den Verkauf brachten, werden in Wien in vergleichsweise Minimundus-Theatern nun auf einmal Ränge gesperrt. Weil die Shows so schlecht sind? Mag sein. Mag sein, wie man hört, dass in Wien das Publikum auf einmal “nicht reif für ein Stück ist”. Vielmehr aber kann man aber auch der Meinung sein, dass das Publikum irgendwann einmal sagt: Stopp, nicht mit uns. Die Preiserhöhungen reichen. Und vielleicht ist auch längst eine Grenze überschritten. Dann würden Wiens Theater Tag für Tag Zuschauer verlieren, die man nur mehr mit viel Aufwand wieder in die Häuser bekommt.
“Legally Blonde”, “Xanadu”, “Spamalot”, “Hairspray” sind nur einige der Broadway Shows, die bereits dichtgemacht haben oder bald dichtmachen. Neu zu dieser Liste hinzugekommen ist: “Spring Awakening”. Die letzte Vorstellung geht am 18. Januar 2009 über die Bühne. Insgesamt bringt es die Show dann auf 859 Vorstellungen und 29 Previews.
Am Mittwoch, dem 22. Oktober 2008, findet die Eröffnung der neuen Wiener Bühne WEST SIDE (Mariahilfer Gürtel 15, 1150 Wien) statt. Das WEST SIDE soll sich als Präsentationsmöglichkeit für junge Künstler etablieren, aber auch “alten Hasen” der Musik- & Theaterbranche Raum für Experimente bieten.
Folgende KünstlerInnen werden mit ihren Stücken, Shows, Konzerten und Lesungen bis Weihnachten im WEST SIDE zu sehen sein: Francesco Cardeloni, Friedrich L. Eichberger, Claudine Gerrits, Astrid Golda, Josef Glatz, Anita Hofmann, Petra Kreuzer, Peter Mistlbacher, Dagmar Schwarz, Otti Schwarz, Thomas Thalhammer, Helmut Tschellnig, Wia d’Hund im Reg’n u. v. a.
TRASH FOR CASH
“Trash For Cash”, eine kultige Musikshow mit Petra Kreuzer und Astrid Golda, ist ab 13. November 2008 im WEST SIDE zu sehen.
Gretl und Trude, die vermeintlichen Trapp-Enkerln, sind nur in ihre Heimat zurückgekehrt, um abzucashen. Die genialen Entertainerinnen haben sich auf Möbelmessen genauso bewährt wie bei ihrem phänomenalen und glamourösen Auftritt in Las Vegas!
Was da vorfiel, werden Ihnen die Schwestern dann verraten. Wir sagen nur: Celine Dion, fünf weiße Tiger, eine Showtreppe und zwei kleine Italiener mit Vergangenheit …
Diese musikalische Comedy - von und mit Petra Kreuzer sowie Astrid Golda - zeigt das knallharte Showbiz mit kultiger Musik von Celine Dion bis Conny Froboess.
Update 2011
Das West Side gibt es nicht mehr.

In den nächsten Wochen ist Musicalstar Maya Hakvoort mit ihrem aktuellen Programm “In My Life” in Wien zu sehen: am 2. November 2008 im Orpheum und am 29. Jänner 2009 im stadtTheater Walfischgasse.
»In My Life« ist ein musikalischer Streifzug durch das Leben der Sängerin - mit sehr persönlichen Geschichten über ihre künstlerischen Wurzeln und Inspirationen. Das Soloprogramm zeigt vor allem auch die humorvolle und komödiantische Seite der Künstlerin und bietet abwechslungsreiche Unterhaltung mit Liedern, die Maya Hakvoort durch ihr Leben begleitet haben. Am Klavier: Aaron Wonesch.
Ein Open-Air-Event steht am 26. Oktober 2008 im Rahmen des Wiener Sicherheitsfests auf dem Programm. Von 16.00 bis 16.45 gastieren Hakvoort & Band am Wiener Rathausplatz bei freiem Eintritt.
Maya Hakvoort: «In My Lifeâ€
Sonntag, 2. November 2008, Beginn 20:00 Uhr
Orpheum Wien, Steigenteschgasse 94b, 1220 Wien
Kartenpreis: Ab € 22,-
Tickets erhältlich im Orpheum Wien online unter www.orpheum.at, unter www.oeticket.com und in allen Bank Austria-Filialen.
Donnerstag, 29. Jänner 2009, Beginn 20.00 Uhr
stadtTheater Walfischgasse, Walfischgasse 4, 1010 Wien
Kartenpreis: Ab € 23,-
Tickets online erhältlich –> hier
In my life I have never shied away from the impossible and this looks like the biggest mission impossible of all time, but with the might of the British public behind me who knows what will happen?
Während sich Länder wie Österreich ins Trutzwinkerl zurückziehen und beschlossen haben, zu unkreativ zu sein, um am Eurovisions Song Contest teilzunehmen, packt England die Sache nun von einer anderen Seite an: Sir Andrew Lloyd Webber wird ein Liedchen komponieren, und selbstverständlich gibt es dann eine Castingshow als Appetithäppchen zum großen Event, dem Song Contest. “Your Country Needs You” wird die Talentsuche heißen, die im englischen Fernsehen geplant ist. Wer soll Webbers Lied singen, das entscheiden letztlich also die Fernsehzuschauer.
Es ist übrigens nicht der erste Versuch Webbers, mit einer Komposition England im Wettsingen zu vertreten. Im Alter von 21 Jahren schrieben Tim Rice und er das Lied “Try It” für den Song Contest des Jahres 1969. England entschied sich damals allerdings für Lulu mit dem Titel »Boom Bang-A-Bang« - ein weiser Entschluss, denn die Sängerin landete auf Platz 1 (punktegleich mit zwei anderen Nationen). Man wird sehen, wie es Lloyd Webber 2009 ergehen wird.
Im Wiener Volktheater ist ab 17. Oktober 2008 Peter Weck als “Sonny Boy” zu sehen, an seiner Seite Harald Serafin - zwei (einer davon eine ehemaliger) Intendanten, die viel zu erzählen haben und hätten. Peter Weck könnte beispielsweise sicher ein dickes Buch über seine Jahre als Herr der Musicals in Wien füllen. 1983 bis 1992 war er als Intendant tätig, “Elisabeth”, “Cats” … Erfolgsgeschichten. In der aktuellen Ausgabe von NEWS ist diesbezüglich Folgendes zu lesen:
Er ging auf politischen Druck. Die Zeit seither nennt er “traurig. Manager lassen sich viel einreden, und das Ergebnis ist arm. Ich habe ELISABETH gemacht, weil ich unabhängig werden wollte. Dann habe ich gesehen, wie hinter meinem Rücken gebohrt und gesägt wurde, und mir war bald klar, dass ich es nicht nötig habe, ununterbrochen Leuten zu begegnen, die mir das Messer in den Rücken stoßen wollen. Also habe ich aufgehört. Dann wurde meine Existenz verleugnet. Ich wurde nicht mehr zu Premieren eingeladen, und wenn ja, dann hinter eine Säule gesetzt. Heute interessiert es mich nicht mehr. Man hat noch versucht, den Erfolg von ELISABETH mit demselben Team zu wiederholen, aber es wurde nur ein Abklatsch.”
Ja, Starmania geht in den nächsten Tagen wieder mal mit einer neuen Staffel auf Sendung. Ja, da muss man alles mobilisieren, damit man ganz tolle hochgerechnete Einschaltziffern präsentieren kann und vielleicht doch nicht Haus und Hof am Küniglberg verkaufen muss. Aber nein, wenn man eine Verfilmung von Friedrich Dürrenmatts “Der Besuch der alten Dame” zeigt, dann ist das vielleicht doch nicht eine Zielgruppe, die man damit gewinnt, dass man mitten während des Films einen Werbebanner für “Starmania” über den Bildschirm jagt.
Das ist genauso unsinnige Werbung wie jene der Bäckerei Felber, die während, ja tatsächlich auch zum Teil während der Vorstellung des Musicals “Joseph and the amazing Technicolor Dreamcoat” in der Wiener Stadthalle F auf die Wände projiziert wird. Ich kauf mir sicher kein Felber-Semmerl, nur weil der Schriftzug über die Wände wabert. Da müsste sich die Bäckerei schon einen Stand mieten in der Stadthalle und Kostproben anbieten, dann vielleicht. Und ich schau mir sicher nicht deswegen Starmania an, weil ich von stumpsinnigen Bannern während einer Literaturverfilmung genervt werde.

Justus soll nach dem Tod seines Vaters das Imperium der Steinach-Waldburgs übernehmen. Doch dann verliebt er sich in die schräge Lena. Lena pflegt entlaufene Hasen, um der Tristesse in ihrer Wohnsiedlung zu entgehen und bessert ihr Taschengeld mit Telefonsex auf. Justus kapriziöse Mutter Henriette versüßt sich ihr Leben im goldenen Käfig mit Medikamenten und ist gerade dabei, das Vermögen zu verjubeln, als Frank auftaucht. Der gerissene Geschäftsmann entpuppt sich als unehelicher Sohn ihres Mannes und fordert seinen Anteil am Erbe. Gleichzeitig macht er sich an Lena heran, die um das Leben ihrer alkoholkranken Mutter bangt. Inmitten all dieser turbulenten Verwicklungen kämpfen Justus und Lena um ihre Liebe, während sich die Intrigenspirale immer mehr zuspitzt.
“Zeitlos schön” ist eine gnadenlos pralle Soap mit Geschichten, die das Leben nicht schreibt. In sechs Folgen führen gesellschaftliche Standesunterschiede zu ungeahnten Konflikten, emotionalen Achterbahnfahrten und schließlich sogar zu einem Mord. Werden Justus und Lena je zueinander finden? Und was hat Kordula, die vermisste Zwillingsschwester von Henriette, mit der Geschichte zu tun?
Nach einer Idee und unter der Regie von Yvonne Zahn sind Gloria Dürnberger, Felix Alexander Rank, Markus Schöttl und Brigitte Soucek als Bühnen-Soapstars in einer Produktion von Theartre Wien zu sehen.
Gestartet ist das Soap-Projekt bereits am 7. Oktober. Ab dem 14. Oktober stehen die Folgen 2 und folgende auf dem Programm. Der genaue Spielplan:
Echoraum, 1150 Wien
7.10. / 14.10. / 21.10. / 28.10.
DSCHUNGEL WIEN, 1070 Wien
8.10. / 15.10. / 22.10. / 29.10.
3raum - Anatomietheater, 1030 Wien
11.10. / 18.10. / 25.10. / 1.11.
Am 2.11. werden alle Folgen gezeigt
1. Woche: Folge 1 + Konzert Rotstich
2. Woche: Folge 2 und 3
3. Woche: Folge 4 und 5
4. Woche: Folge 6
Wem das alles zu abstrakt ist, dem kann geholfen werden. ViennaOnline war bei einer Vorstellung dabei und hat ein kleines Video online gestellt.