Martin Bruny am Mittwoch, den
9. Juli 2008 um 11:35 · gespeichert in Pop, Fotos, Theater
Mit einem phänomenalen Konzert begeisterte Curtis Stigers am 8. Juli 2008 in der Wiener Kammeroper beim Jazz Fest Wien.
Begonnen hat alles mit dem Einheiz-Soul/R&B/Funk-Act von Gisele Jackson, die es mit dem Wiener Publikum etwas schwer hatte. Ganz nach Performer-Manier einer Patti Labelle enterte sie die ersten Sitzreihen und animierte die Wiener zum Mitsingen, daraus wurde - natürlich - nichts, dann reduzierte sie auf “Can you show me love - in your way”, was nach zwei zaghaften Ich-weiß-nicht-wie einer der Wiener mit einem herzhaften “NO” beantwortete.
Gut war sie dennoch, Gisele Jackson, auch wenn sie auf eine Line-up zurückgreifen musste, die aus Wien stammte (Christoph Helm, g; Hannes Oberwalder, keys; Bernhard Wiesinger, ss, ts; Bastian Stein, tp; Jojo Lackner, b) und nicht wirklich auf einen stimmigen Groove kam. Zu sehr klebten die Musiker an ihren Noten, Drummer Joris Dudli, langjähriger musikalischer Begleiter von Gisele Jackson, tat sein Möglichstes, und in manchen Momenten ging die Show dann auch wirklich ab.
Curtis Stigers wurde bei seinem ersten Gig in Wien nach sechzehn Jahren von Matthew Fries an Bösendorfer, an den Drums von Keith Hall, am Kontrabass von Cliff Schmitt und an der Trompete von John Sneider begleitet. Er startete mit einem verjazzten Elvis-Klassiker (”That’s alright Mama”, geschrieben von Arthur Crudup) und gab danach “You’re all that matters to me”, einen seiner eigenen Klassiker von seinem ersten Album, mit kleiner Scat-Einlage. In seinem rund 90-minütigen Programm verließ sich Stigers aber nicht auf das, was er für viele, die seine Karriere in den letzten Jahren nicht mitverfolgt haben, am besten kann, nämlich poppige Love-Songs. Er rechtfertigte quasi seinen Auftritt beim Jazz Fest Wien mit ein paar satirischen Kommentaren zu seinem Image als Pop-Schnulzer und dass er eigentlich ja den Jazz schon immer geliebt hat:
Joe Jackson, Randy Newman, Bob Dylan, Tom Waits, Emmylou Harris - die großen Songwriter und Interpreten waren es dann, die Stigers in der Wiener Kammeroper interpretierte - und seinen Trademark-Song “I wonder why”. Ein charmanter Abend mit einer durch und durch gediegenen, swingenden Band und einem Curtis Stigers in Hochform. Wunderbar.
Martin Bruny am Dienstag, den
8. Juli 2008 um 15:39 · gespeichert in Pop, Newcomer
… ist außer hemmungslosem Gekreische das Einzige, was man bei der neuesten Teen-Sensation-Machine raushören kann. Die Welle rollt auch auf den deutschsprachigen Raum zu … ->> OMG
Martin Bruny am Sonntag, den
6. Juli 2008 um 16:19 · gespeichert in Netz, Theater
Image via WikipediaAls kleine Anregung für laue Sommernächte am PC eine kleine Auswahl von Theater.Blogs, die meisten aus dem englischsprachigen Raum. Falls jemand weitere Tipps hat, nehm ich die gerne auch in meine Sammlung auf.
Martin Bruny am Freitag, den
4. Juli 2008 um 20:57 · gespeichert in West End
Image via WikipediaEin Musical über NiccolಠMachiavelli (1469-1527), den italienischen Politiker, Philosophen, Geschichtsschreiber und Dichter, ist es also, das Tim Rice dazu veranlasst hat, das “Phantom of the Opera”-Sequel gemeinsam mit Andrew Lloyd Webber nicht in Angriff zu nehmen.
Tim Rice:
I have just written a script for a new show based on the life of Machiavelli, which I hope will work. I have not decided who will do the music yet, but it won’t be Andrew. He is doing Phantom Two and Phantom Three and Phantom Four.
Machiavellis Name wird heute vor allem mit rücksichtsloser Machtpolitik unter Ausnutzung aller (rechtmäßigen) Mittel verbunden. Der später geprägte Begriff Machiavellismus wird daher oft als Schimpfwort für ein politisches Verhalten gebraucht, das raffiniert, aber ohne jeglichen Einfluss von Moral und Sittlichkeit die eigene Macht und das eigene Wohl steigern will. Vor allem aufgrund seines Werks Il Principe (»Der Fürst«) gilt er als einer der bedeutendsten Staatsphilosophen der Neuzeit. [via Wikipedia]
Martin Bruny am Freitag, den
4. Juli 2008 um 20:06 · gespeichert in Deutschland
Neuer Vorsitzender der Geschäftsführung bei dem deutschen Filmverleiher Kinowelt ist ab sofort Jan-Pelgrom de Haas. Der 45-Jährige berichtet direkt an Olivier Courson, den Chef des französischen Filmproduzenten- und -vertriebs Studio Canal. Die Vivendi-Tochter hatte Kinowelt Mitte Januar übernommen. De Haas soll nun die Integration vorantreiben. Der Manager war zuvor lange für die Produktionsgesellschaft Ufa tätig, etwa als Chef des “Gute Zeiten, schlechte Zeiten”-Produzenten Grundy Ufa. Im Februar vergangenen Jahres war er als Deutschlandchef des Musical-Spezialisten Stage Entertainment gefeuert worden. [FTD.de]
“Nero”, das seine Uraufführung 2006 in San Francisco feierte, geht im Martel Theater des Vogelstein Center for Drama and Film über die Bühne, und auf selbiger stehen recht bekannte Musicaldarsteller, nämlich Idina Menzel (”Rent”, “Wicked”), Jeffrey Carlson (”Taboo”) und Lea Michele (”Spring Awakening”).
Nero
von Steven Sater
Musik: Duncan Sheik
Vassar College, 11. bis 13. Juli 2008
Dunk reads the words of Nero (the first known leader to use a speechwriter) as a woman in a white dress sings and his band plays beautifully behind him.
The speech is chilling. Nero orates about his plan for Rome, his consternations - how can so great an empire have let its poor grow so many? A great song, a creepy Orwellian rant, taking its time.
The next song is a Dunk solo, a light number, years later, as Nero takes “endless long vacations” with his cronies, slits the blood of those who oppose him. “Crowned with Love,” I think the piece is. It has a speedy, snowballing, fast-talking power. A “Let Them Eat Cake” nonchalance.
Then Rome burns. “What a night it was, back in 64… (It really was just 64),” says the narrator. Nero quickly lays the blame on others. “Such a photo-op,” Nero with the victims, looking like a leader who cares. But he says the people are better off homeless - if only you’d seen their homes before.
A song, beginning with the female lead, “The towers fallen, without an answer, ashes on the wind…” Dunk backs her up. A somber song.
The stage darkens.
Martin Bruny am Donnerstag, den
3. Juli 2008 um 21:42 · gespeichert in Netz, Skurriles
Origami (jap. 折り紙, von oru = falten + kami = Papier) ist die Kunst des Papierfaltens.
Ausgehend von einem zumeist quadratischen Blatt Papier entstehen allein durch Falten 2- oder 3-dimensionale Objekte wie z. B. Tiere, Vögel, Oriplane, Gegenstände und geometrische Körper. Dabei sind speziell im westlichen Kulturkreis Schere und Klebstoff zum Teil absolut verpönt.