Martin Bruny am Montag, den
9. Januar 2012 um 22:09 · gespeichert in Flicks, Sprache, Event-Tipps
24. Januar 2012
18:30
bis
20:00
Eine Lesung von Cornelius Obonya mit dem Titel »Böse Produzenten? Leben und Image der Hollywood-Gründer« findet am 24. Januar 2012 im Jüdischen Museum Wien statt (Beginn: 18:30)
Der cholerische und despotisch herrschende Studioboss ist ein immer wiederkehrendes Bild in den Biografien und Briefen der Filmschaffenden Hollywoods. Mit einer differenzierten Textcollage, in der sowohl die Hollywood-Gründer als auch die kreativen Köpfe Hollywoods zu Wort kommen, stellt Cornelius Obonya die Biografien der Studiogründer und die Konflikte zwischen den kreativen und den wirtschaftlichen Protagonisten Hollywoods dar. Mit Texten von und über Salka Viertel, Samuel Goldwyn, Harry Cohn, Adolph Zukor, Billy Wilder u. a.
Tickets sind im Jüdischen Museum Wien erhältlich.
Preis € 15,- / € 10,- ermäßigt
Einlass: 18:00 Uhr
Martin Bruny am Sonntag, den
8. Januar 2012 um 03:37 · gespeichert in Castingshows
Andrew Lloyd Webber will die Finger nicht von TV-Castingshows lassen. Für eine Tourproduktion seiner Rockoper »Jesus Christ Superstar« braucht er noch einen »Judas«-Darsteller. BBC hat keine Lust mehr auf die leicht skurrilen TV-Auftritte des Musicalkönigs, also ist diesmal ITV dran, wenn alles so klappt, wie es sich der Meister vorstellt.
Schon 2007 suchte ITV via Castingshow einen Darsteller für eine Musicalproduktion am West End: »Grease is The Word« war der Titel jener Castingshow, entwickelt auf Basis von Lloyd Webbers BBC-Show »How Do You Solve a Problem Like Maria«, und weder Kritiker noch TV-Zuschauer waren davon besonders angetan. Auch Lloyd Webber wollte damals für eine US-Produktion von »Grease« mit seinem Castingformat in den USA an den Start gehen, allerdings hatte David Ian, der Entwickler der ITV-Show, sein Konzept schon an NBC verkauft. NBC produzierte »Grease: You’re the One that I Want!«, suchte damit für das Broadway-Revival von »Grease« (2007) Darsteller – und landete einen Zuschauerflop.
Martin Bruny am Montag, den
2. Januar 2012 um 21:30 · gespeichert in Absurditäten
Premium, noch mehr Premium, und noch eins drauf. Scheinbar jeder, der in den letzten Wochen Besuche von Broadway-Shows plante, hatte einen Fixpunkt: die Soloshow des australischen Entertainers Hugh Jackman: »Back on Broadway«. Und man zahlte, was verlangt wurde, denn fixe Ticketpreise gab es längst keine mehr. Verlangt wurden pro Karte bis zu 400 Dollar und mehr.
Zehn Wochen zeigte Jackman sein Programm am Broadhurst Theater, und schon bald wurde die Ticketpreisgestaltung völlig flexibel. Preise, wie sie normalerweise höchstens sittenwidrig am Schwarzmarkt verlangt werden, waren nun ganz normal.
Über 1176 Sitze verfügt das Theater, 14,6 Millionen Dollar konnte Jackman in diesen zehn Wochen einspielen, allein 2,1 Millionen Dollar in der letzten Woche. Natürlich schrieb er damit einen Rekord. Niemals hat eine Show in einem Theater der Shubert Organization (Inhaber von 17 Broadway-Theatern) mehr einspielen können. Im vergangenen Jahr war Al Pacino als “Merchant of Venice” Spitzenreiter mit 1,18 Millionen Dollar.
Bald wird es kein »Ausverkauft«-Schild mehr geben, denn man wird die Ticketpreise so gestalten, dass man bis zuletzt noch buchen kann, und dann vielleicht um 1000 Dollar und mehr. Und warum auch nicht, solange man ein paar Dumme findet …
Martin Bruny am Mittwoch, den
28. Dezember 2011 um 16:57 · gespeichert in Musical, Kult
Ein spannendes, hervorragend aufbereitetes und unterhaltsames Interview mit Stephen Sondheim bietet die Radioshow »Smiley & West«.
Smiley & West from Public Radio International (PRI) is an energetic radio program that is a fusion of thought provoking, intelligent and stimulating dialogue on every subject from news and politics to entertainment and culture. The one-hour weekly show attracts a broad spectrum of compelling guests and asks questions that solicits newsworthy discussions.
Martin Bruny am Mittwoch, den
28. Dezember 2011 um 16:22 · gespeichert in Skurriles
In einer Rezension der aktuellen Tourfassung von Levays & Kunzes Musical “Elisabeth” lesen wir:
Was diese Inszenierung auf Basis der Originalproduktion der Vereinigten Bühnen Wien so erfrischend macht: Endlich besteht ein Ensemble nicht mehr nur aus jungen Darstellern. In â€Elisabeth†ist jede Altersklasse in den entsprechenden Rollen vertreten. Das sorgt für noch größere Glaubwürdig- und Vielfältigkeit. [Link zum Artikel]
Wenn mir das jemand erklären könnte, am besten wie einem Fünfjährigen, wäre ich glücklich.
Martin Bruny am Mittwoch, den
21. Dezember 2011 um 19:47 · gespeichert in Musical, Wien, Tonträger, Kult
Das Wiener Singer/Songwriter-Duo »Zwa Voitrottln” (Johannes Glück & Dieter Hörmann) liefert knapp vor Weihnachten noch einen satirischen iTunes-Download ab, quasi als preisgünstiges Last-Minute-XMas-Gift für unser aller von der KRISE gebeuteltes Brieftascherl – und im Speziellen für all jene ins Musicalgenre Vernarrten, die in diesem Jahr Geld gespart haben, weil sie nicht auf das verlockende Angebot der Vereinigten Bühnen Wien eingegangen sind, statt einer Weihnachtsshow das Prequel zu »Ich war nichts, nicht mal in New York«, die lustige 50er- & 60er-Jahre-Show mit den Hits, die in den 70ern schon oarsch waren, zu buchen.
Die »VBW-Single« ist ab sofort erhältlich und kommt mit folgender Erklärung:
Um Gottes Willen! Zwa Voitrottln befinden sich plötzlich in einem Musical der Vereinigten Bühnen Wien. Das Stück ist typischer Weise teuer und schlecht aber hoch subventioniert. Albtraum oder Realität? Beides! Die VBW produzieren seit Jahren eigenartige kommerzielle Musicals, werden dafür jährlich mit vielen Millionen Steuereuros subventioniert - und machen trotzdem noch Verlust. Oida?! Wo geht die ganze Kohle hin?? Das fragen sich nicht nur Zwa Voitrottln, sondern u.a. der Rechnungshof, das Kontrollamt der Stadt Wien, die Opposition im Wiener Gemeinderat, aufmerksame Journalisten und immer mehr Theaterinteressierte, die ein wenig hinter die Kulissen blicken.
Zu diesem erschütternden Song haben Zwa Voitrottln eine wichtige persönliche Mitteilung an ihr geschätztes Publikum:
“Wir möchten uns ausdrücklich und schon im Vorhinein entschuldigen, dass wir dieses unappetitliche Thema aufgreifen mussten. Falls Sie - wie zu erwarten - während des Lieds schwere Übelkeit überkommt, vergessen Sie bitte eines nicht: Diese Nummer dauert nur vier Minuten. ‘Rebecca’ dauert zwei Stunden. Außerdem bekommen Sie bei den VBW für 90 Euro einen Schas. Bei uns bekommen Sie für 90 Cent Zwa Voitrottln. Dankeschön.”
Martin Bruny am Donnerstag, den
15. Dezember 2011 um 16:25 · gespeichert in Absurditäten
Natürlich im Namen der Kunst veröffentlichte das Wiener Volkstheater Promo-Bilderchen der neuesten Produktion: »Die Dreigroschenoper« von Bertold Brecht und Kurt Weill. Pralle Brüste und in der Mitte Marcello de Nardo, mit optischem »Jedward«-Update. Der Erfolg stellte sich unmittelbar ein: Die BILD berichtet über eine Wiener Inszenierung eines Stücks von Bertold Brecht und Kurt Weill –> hier. Hauptsache Busen.
Martin Bruny am Donnerstag, den
15. Dezember 2011 um 13:14 · gespeichert in Musical, Kult
Sierra Boggess and Lindsay Mendez sing a mashup of »Still, Still, Still« and »The First Noel« at ASTEP’s New York City Christmas concert at Joe’s Pub. 12/12/2011
Martin Bruny am Donnerstag, den
15. Dezember 2011 um 12:33 · gespeichert in Absurditäten
Weil in den Weiten des WWW jüngst in Zusammenhang mit der Spielplangestaltung der VBW der unsinnige Begriff »alternativlos« aufgetaucht ist. Alternativen gibt es immer, nur der Mut und die Gestaltungskraft fehlen oft. Zum Wörtchen »alternativlos” –> hier mehr.
Martin Bruny am Donnerstag, den
8. Dezember 2011 um 22:30 · gespeichert in TV
Drei neue Folgen der beliebten Krimiserie »Stubbe – Von Fall zu Fall« gehen ab Samstag, den 10. Dezember 2011, an den Start.
»Stubbe – Von Fall zu Fall: Begleiterinnen« lautet der Titel des Samstagskrimis, der am 7. Januar 2012 um 20.15 Uhr ausgestrahlt wird. (Buch/Regie: Peter Kahane). Kommissar Stubbe fragt sich, warum Marina (Tessa Mittelstaedt), eine professionelle »Begleiterin«, so sehr leidet, als sie vom gewaltsamen Tod eines Kunden erfährt. Doch das Opfer lässt nicht nur eine schockierte Professionelle zurück, sondern auch eine Ehefrau, die, wie sie behauptet, von der Beziehung ihres Mannes nichts wusste. Zudem stößt Stubbe auf einen Kreis von unzufriedenen Kunden des ermordeten Finanzberaters. In weiteren Rollen spielen Carolin Spiess, Alisa Levin, Marion Mitterhammer, Matthias Bollwerk und andere. [presseportal.de]