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Archiv - Februar, 2012

Burgtheater/Kasino am Schwarzenbergplatz und Wiener Kammeroper: Down-Syndrom Festival

2. Februar 2012
19:00bis22:00

Am 21. März 2012 jährt sich zum siebten Mal der Welt-Down-Syndrom-Tag. Die „I Dance company“ ruft daher von 2. bis 21. März 2012 mit dem Down-Syndrom-Festival ein überregionales „Inklusion.Tanz.Theater Großstadtevent“ im Burgtheater/Kasino am Schwarzenbergplatz und der Wiener Kammeroper ins Leben.

Nähere Infos zum Festival bietet die Website der I Dance Company –> hier.

Jubiläumshalle Biedermannsdorf: Jubiläumskonzert „20 Jahre ArtEnsemble“

21. April 2012
19:30bis21:30

Am Samstag, den 21. April 2012, lädt das ArtEnsemble unter der Leitung von Günther Mohaupt um 19:30 Uhr zu seinem großen Geburtstagskonzert in die Jubiläumshalle Biedermannsdorf ein.

artensemble3c.jpgEine inszenierte „Chorprobe“ bildet die heitere Rahmenhandlung für einen Streifzug durch das breit gefächerte Repertoire der letzten 20 Jahre. Der musikalische Bogen spannt sich dabei von der „Annenpolka“ und „Hallo, Dienstmann“ über Stücke wie „Money, Money, Money“ und 12 Variationen des Geburtstagsliedes „Happy Birthday“ bis zu Ausschnitten aus bekannten klassischen Werken wie Verdis „Troubadour“, Mendelssohns „Elias“ und Orffs „Carmina Burana“.

Kartenreservierungen sind ab Anfang März beim Gemeindeamt Biedermannsdorf, bei der Raika Biedermannsdorf, unter Tel. 0650/4212531 sowie per E-Mail an obmann@artensemble.at möglich. Kartenpreise: 1. Kat. € 18,- / 2. Kat. € 15,- / 3. Kat. € 12,- (Erm. € 8,-)

Link
- ArtEnsemble

Wiener Musikverein: „Viva Belcanto“ – Vesselina Kasarova & Krassimira Stoyanova

30. April 2012
19:30bis21:30

Am Montag, dem 30. April 2012, präsentiert Vita e Voce im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins (Beginn: 19:30 Uhr) im Rahmen ihrer „Viva Belcanto“-Serie die Sopranistin Krassimira Stoyanova und die Mezzo-Sopranistin Vesselina Kasarova.

Begleitet vom Münchner Opernorchester (Dirigent: Rossem Milanov) werden die beiden Opernstars zum ersten Mal gemeinsam Belcanto-Duette and Arien singen. Auf dem Programm stehen Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Gaetano Donizetti, Pjotr Iljitsch Tschaikowski und Giuseppe Verdi.

Tickets
- Musikverein Tageskassa, 1010 Wien, Bösendorferstraße 12
- Telefon: +43 1 505 81 90
- Kartenreservierungen: tickets@musikverein.at

Nähere Infos –> hier.

Porgy & Bess: „Naima Lea“ – das Kindermusical von Stella Jones

naima.jpgAm 3. und 4. März 2012 zeigt die Wiener Jazz- & Soul-Sängerin und Produzentin Stella Jones im Jazzclub Porgy & Bess „Naima Lea“, ihr zweites Kindermusical.

Handlung
Naima Lea erzählt die Geschichte der Pharaonin Naima Lea, die ihr oberägyptisches Herrschaftsgebiet vor den üblen Machenschaften ihres Widersachers bewahren will. Der Pharao Unterägyptens wiederum versucht mit allen Mitteln, Naimas Land an sich zu reißen und schmiedet gemeinsam mit dem gesichtslosen Magiermeister Mahmut dunkle Pläne. Doch die Pharaonin hat ein Geheimnis. Wird es dem Pharao gelingen, Naimas Land zu erobern?

Weitere Infos zur Show finden sich –> hier.

Leading Team
Regie: Wolfgang Palka
Produktion, Musik & Idee: Stella Jones
Choreografie: Marta Lastowska
Organisation/Presse: Isilistening

Cast
Nele Moser (Naima Lea)
Konstantin Zander (Pharao)
Jonas Kägi (Magiermeister)
Stanja Hezoucky (Dienerin / Löwin)
Lisa Greslehner (Dienerin / Krokodiltänzerin)
Alixa Kalass (Dienerin / Skorpiondame)

Premiere: Samstag 3.März 2012, 14:00 Uhr
Weitere Vorstellung: Sonntag, 4. März 2012, 14:00 Uhr

Karten
- Tel.: 01/ 51 28811 (Mo bis So ab 16 Uhr)
- Online: www.porgy.at

PORGY & BESS, Riemergasse 11, 1010 Wien
Eintritt: Eur 15.-

Porgy & Bess: „Naima Lea“ – das Kindermusical von Stella Jones

3. Februar 2012
14:00bis16:00
3. März 2012
14:00bis16:00

naima.jpgAm 3. und 4. März 2012 zeigt die Wiener Jazz- & Soul-Sängerin und Produzentin Stella Jones im Jazzclub Porgy & Bess „Naima Lea“, ihr zweites Kindermusical.

Handlung
Naima Lea erzählt die Geschichte der Pharaonin Naima Lea, die ihr oberägyptisches Herrschaftsgebiet vor den üblen Machenschaften ihres Widersachers bewahren will. Der Pharao Unterägyptens wiederum versucht mit allen Mitteln, Naimas Land an sich zu reißen und schmiedet gemeinsam mit dem gesichtslosen Magiermeister Mahmut dunkle Pläne. Doch die Pharaonin hat ein Geheimnis. Wird es dem Pharao gelingen, Naimas Land zu erobern?

Weitere Infos zur Show finden sich –> hier.

Leading Team
Regie: Wolfgang Palka
Produktion, Musik & Idee: Stella Jones
Choreografie: Marta Lastowska
Organisation/Presse: Isilistening

Cast
Nele Moser (Naima Lea)
Konstantin Zander (Pharao)
Jonas Kägi (Magiermeister)
Stanja Hezoucky (Dienerin / Löwin)
Lisa Greslehner (Dienerin / Krokodiltänzerin)
Alixa Kalass (Dienerin / Skorpiondame)

Premiere: Samstag 3.März 2012, 14:00 Uhr
Weitere Vorstellung: Sonntag, 4. März 2012, 14:00 Uhr

Karten
- Tel.: 01/ 51 28811 (Mo bis So ab 16 Uhr)
- Online: www.porgy.at

PORGY & BESS, Riemergasse 11, 1010 Wien
Eintritt: Eur 15.-

VBW: „Elisabeth“ – der Vorverkaufsstart

lisl2012.jpg

Am 5. September 2012, 20 Jahre nach der Uraufführung, geht im Wiener Raimund Theater die „Jubiläumspremiere“ von Sylvester Levays und Michael Kunzes Musical „Elisabeth“ über die Bühne.

Cast und Leading Team wird der neue Intendant der VBW, Christian Struppeck, nach seinem offiziellen Dienstantritt Anfang Mai 2012 vorstellen.

Tickets ab dem 22. Februar –> hier. Wer sich erwartet, Tickets für die Premiere buchen zu können, wird enttäuscht werden. Hier hat sich neuerlich der Listenwahn durchgesetzt. Wer in die Premiere wollte, hätte ich rechtzeitig auf eine Liste setzen lassen müssen. Nähere Einzelheiten am besten bei den VBW erfragen, die sich damit regelmäßig selbst ein Bein stellen.

Mit „Elisabeth“ wurden die Sitzplatzkategorien im Raimund Theater neu gestaltet, schwuppdiwupp hat man die Anzahl der Kategorie-I-Tickets im Parkett im Vergleich zur Sitzplangestaltung vor September 2011 mehr als verdoppelt (auch im Vergleich zum Sitzplan, der seit September 2011 gilt, hat man wieder die Anzahl der Kategorie-I-Tickets massiv erhöht). Eine Gegenüberstellung der Kategorien für „Ich war noch niemals in New York“ und „Elisabeth“ sieht man –> hier.

Tickets
- täglich außer montags um 19.30 Uhr, sonntags um 18.00 Uhr im Raimund Theater
- tel. unter Wien Ticket 01/588 85
- sowie an allen Vorverkaufsstellen der VBW

„Josef & Ryan“ – die Österreich-Tour des Musical-Festspielensembles Hartberg

28. April 2012
18:00bis20:00

josef_ryan2012.jpgWer kennt sie nicht, die biblische Geschichte von Joseph, dem jungen Mann, der von seinen Brüdern in die Sklaverei verkauft wird, seinen Weg schließlich in Ägypten findet und durch seine Träume und sein großes Gottvertrauen sein Leben und das Leben vieler anderer verändert. Was wäre, wenn diese Geschichte auch heute noch eine Bedeutung hätte und auch heute noch das Leben eines Menschen beeinflussen könnte?

Ryan ist ein junger Mann voller Zorn und Aggressionen. Seine Eltern sind tot, sein kleiner Bruder lebt im Waisenhaus und sein Leben erscheint ihm sinnlos und leer. Eines Tages stiehlt er einer geheimnisvollen alten Frau ein Amulett. Was er nicht weiß, ist, dass diese Frau in Wirklichkeit ein Engel ist, und dass dieses Amulett eine ganz besondere Kraft hat. – Es bringt Ryan zurück in Josefs Zeit.

Das Musical „Josef & Ryan“ erzählt die Geschichte zweier junger Männer, die verschiedener nicht sein könnten. Beide jedoch erkennen letztendlich in den Höhen und Tiefen ihres Lebensweges die Führung eines Gottes, der es gut mit ihnen meint.

Die Geschichte, die in London und Ägypten spielt, spannt im künstlerischen Sinn einen weiten Bogen von Elementen aus dem Jazz, der Tanzmusik (Beat, Tango, Rock, Jazz Walz) bis hin zu orientalischen und ägyptischen Klängen.

Leading Team
Buch: Sarah Hucek
Musik: Aois Lugitsch
Intendant: Alois Lugitsch
Regie: Arnold Zand (Bruck/M)
Regie und Choreographie: Sarah Hucek (Aflenz)
Maske/Kostüme: Andrea Freitag
Musikalische Leitung und Bühnenbild: Alois Lugitsch

Cast
Thomas Schleimer: Josef
Niki Labi: Ryan
Nadja Fink: Asenat
Sarah Hucek: Julie und Potifars Frau
Verena Berg: Billie und Silia
Klaus Pichler: Potifar und Kofor
Andreas Schmidt: Pharao

Aufführungstermine
Samstag 28. April 2012, 18.00 Uhr: Mehrzwecksaal Wagna
Sonntag 29. April 2012, 19.30 Uhr: Orpheum Graz
Sonntag 6. Mai 2012, 18.00 Uhr: Kunsthaus Weiz
Freitag 11. Mai 2012, 19.30 Uhr: Festsaal-Hotel Böhlerstern Kapfenberg
Samstag 12. Mai 2012, 19.00 Uhr: Kulturzentrum Oberschützen
Freitag 8. Juni 2012, 20.30 Uhr: Neustift bei Brixen - Südtirol
Samstag 9. Juni 2012, 20.30 Uhr: Neustift bei Brixen - Südtirol

Tickets
Festspiel-Büro: Tel.: 0664/9398015)
In allen steiermärkischen Sparkassen
Online: www.musical-festspiele.at
E-Mail: info@musical-festspiele.at

Link
- Musical-Festspiele Schloss Hartberg

VBW: Christian Struppeck übernimmt

Foto: Martin Bruny

Durchaus sympathisch hat sich der neue Intendant der Vereinigten Bühnen Wien, der Berliner Christian Struppeck, heute auf der Bühne des Wiener Ronacher, genau da, wo er vor fast 22 Jahren seine Schauspiel-Abschlussprüfung abgelegt hat, vorgestellt. Von klein auf schrieb, komponierte, übersetzte und textete Struppeck (geboren 1968), mit zwölf Jahren hatte er sein erstes Musicalerlebnis, da sah er „My Fair Lady“ im TV, mit 14 analysierte er in der Schule „Evita“ dramaturgisch – und machte sich damit nicht gerade zum Klassenliebling.
Zu Wien hat er eine „ganz besondere Beziehung“, sein erstes Musical hat er hier gesehen – „Cats” –, studiert hat er am Tanz- und Gesangsstudio Theater an der Wien, damals noch unter Peter Weck, unterrichtet wurde er von Lotte Ledl, Paulus Manker, Ida Krottendorf, Kim Duddy, Dennis Callahan; Michael Pinkerton war als Direktor des Studios tätig.
Fünf Jahre (1988–1992) verbrachte Struppeck in Wien, spielte hier seine ersten Engagements, etwa an der Wiener Volksoper in „La Cage aux Folles“ mit Karlheinz Hackl und Frank Hoffmann, in Amstetten wurde er als Choreograph bei Heinz Ehrenfreunds „My Fair Lady“ tätig. Öfter kam er auch danach nach Wien und Österreich. Wenn er jetzt also nach Wien zurückkehrt, so Struppeck, ist es ein bisschen wie nach Hause zu kommen und fühlt sich „richtig und gut an“.
Nach 13 Jahren auf der Bühne gründete Struppeck eine Produktionsfirma, kam ab vom Thema Choreographie und wandte sich der Regie zu. 2002 engagierte ihn Stage Entertainment als künstlerischen Direktor unter anderem der Entwicklungs- und Kreativabteilung. Hier entstand die erste große deutschsprachige Eigenproduktion von Stage Entertainment: „Ich war noch niemals in New York“. 2008 musste Struppeck Stage Entertainment verlassen und gründete mit Andreas Gergen die Firma „Creative Agency Berlin“.

Was kann man aus Christian Struppecks Antrittsrede an relevanten Zukunftsplänen entnehmen:
– Kathrin Zechners Projekte, die derzeit noch in der Produktionspipeline sind, werden einem Evaluierungsprozess unterzogen, den Struppeck mit seinem Team durchführt. Shows, die in Zechners Zeit konzipiert wurden, könnten noch zur Aufführung kommen, müssen aber nicht zwangsläufig. Zechners Planungen sind für Struppeck nur „Vorschläge“.
– 2013 wird es „höchstwahrscheinlich“ die erste Neuproduktion der Ära Struppeck geben. Was das sein könnte, dazu verweigerte der Intendant jegliche Angaben, auch auf Nachfrage. Welche Projekte er in Arbeit hat, dazu verweigerte er jegliche Angaben, auch auf Nachfrage.
– Struppeck wird sich in seiner Arbeit auf die Bespielung des Raimund Theaters und des Ronacher konzentrieren. Eine Bespielung anderer Häuser, wie zum Beispiel des MuseumsQuartiers, ist nicht vorgesehen.
– Struppeck schließt nicht aus, die eine oder andere Produktion selbst in Szene zu setzen, dafür das Buch zu schreiben oder eine andere rein künstlerische Tätigkeit bei der Entwicklung von Stoffen zu übernehmen.
– Thema Stückeentwicklung: Struppeck möchte mit internationalen, aber auch mit heimischen Kräften zusammenarbeiten. Das freilich war ohnedies schon immer in Wien der Fall.
– Bezugnehmend auf die Art und Weise, wie Stücke produziert werden, nahm der Intendant Stellung zu seinen intensiven Kontakten zu Disney Theatricals, zur Blue Man Group und zu Franko Dragone, einem Mitbegründer des Cirque du Soleil, der von Belgien aus große Shows in Las Vegas entwickelt. Nicht, dass man hier zu sehr interpretieren sollte, aber mit dem Thema Musical haben diese Produzenten zwar auch zu tun, aber …
– Seltsam mutet die besondere Betonung der Produktion von international verwertbaren Produktionen an, war das doch prinzipiell schon seit Peter Weck das Ziel der Vereinigten Bühnen Wien, rühmte sich doch vor allem Kathrin Zechner immer damit, hier wesentliche Aufbauarbeit geleistet zu haben.
– Zu Struppecks Konzept fallen nur plakative Schlagworte: innovatives Musiktheater, kreatives Musiktheater, den Ruf der VBW auch im Ausland weiter festigen, ausbauen, auch international.
– Thema Produktionszeit: zwei bis vier Jahre dauert die Entwicklung einer Show, fünf Jahre hat es bei „Ich war noch niemals in New York“ gedauert, bei „Wicked“ sieben Jahre.
– Spielplan: Es wird auch weiterhin Lizenzproduktionen (deutschsprachige bzw. europäische Erstaufführungen) geben, im Wechsel mit Eigenproduktionen.

Lässt man die Pressekonferenz einmal auf sich wirken, dann fällt auf, dass über die Konzepte, mit denen Christian Struppeck das Auswahlverfahren gewonnen hat, nichts gesagt wurde. Kein Wort. Bedenkt man, dass der Intendant davon spricht, dass er Kathrin Zechner schon letztes Jahr ausführlich kennen lernen durfte, bekommen die Gerüchte, dass die Nachfolge schon im November 2011 fixiert gewesen sein könnte, eine neue Bedeutung. Man könnte auch die Frage stellen, nach welchen Kriterien die engagierte Recruitingfirma die Einreichungen der Kandidaten überprüft und bewertet hat, der „Neue Merker“ fragt zum Beispiel, warum es bei der Intendantenwahl nicht möglich war, eine heimische Lösung zu finden. Wie denn auch, wenn nicht einmal alle heimischen Kandidaten zu einem Gespräch über ihre Konzepte eingeladen wurden?

Man wird also abwarten müssen, wohin das Boot segelt. Die allzu euphorischen Einschätzungen in den einschlägigen Foren, allen voran jene des selbsternannten Musicalspezialisten Dominik Lapp auf einer von vielen unsäglichen Musicalplattformen, die sich als „kompetent“ titulieren, kann ich nicht teilen. Ja, Christian Struppeck ist ein Mann vom Fach, vom Theater, das ist wunderbar, aber dieses Nichts an inhaltlicher Konzeption, an Fakten über sein Konzept ist enttäuschend.

Audiostreams der Pressekonferenz
Vizebürgermeisterin Magistra Renate Brauner

Kulturstadtrat Dr. Andras Mailath-Pokorny

VBW-Generaldirektor Mag. Thomas Drozda

Christian Struppeck

Links
- ORF Wien Heute: Neuer Musical-Chef
- ORF ZIB2: Intendant Struppeck bestellt
- orf.at: Struppeck neuer Musical-Intendant
- oe1.orf.at: Christian Struppeck neuer Musical-Intendant
- KURIER: Mister Mistoffelees: Bei den Vereinigten Bühnen geht es um viel mehr als um den Intendanten.
- KURIER: Musical ist Struppecks “Traum und Leben”
- diepresse.at (APA-Artikel): VBW: Christian Struppeck wird neuer Musicalintendant
- diepresse.at: Gebürtiger Berliner wird Wiens Musical-Intendant
- diepresse.at: Mit 14 hat er „Evita“ analysiert
- Wiener Zeitung: Christian Struppeck neuer Wiener Musical-Intendant
- Wiener Zeitung: Christian Struppeck wird neuer Musicalintendant der VBW
- Wiener Zeitung: Kür des Entertainers
- derstandard.at: Christian Struppeck ist neuer Musicalintendant
- derstandard.at: Christian Struppeck ist Musicalintendant
- derstandard.at: Drahtiger Aficionado des Musicals
- Kleine Zeitung: VIDEO: Künstlerintendant Struppeck für Wiens Musical
- Kleine Zeitung: Künstler leitet das Wiener Musicalimperium
- Der Neue Merker: Bekommt er heute den Traumjob?
- Der Neue Merker: Zur Pressekonferenz sind wir gleich gar nicht gegangen
- austria.com: Eine kurze Geschichte des Wiener Musicals
- austria.com: Struppeck: Deutscher mit starkem Wien-Bezug
- Oberösterreichische Nachrichten: Christian Struppeck neuer Musical-Intendant in Wien
- Salzburger Nachrichten: Christian Struppeck neuer Wiener Musical-Intendant
- ots.at: Vereinigte Bühnen Wien: Christian Struppeck ist künftiger Musical-Intendant
- ots.at: VP-Leeb: Ein echter Neuanfang für das Musical in Wien
- ots.at: Werner-Lobo: Grüne Wien begrüßen Entscheidung für Musical- Intendanz
- live-pr.com: Vereinigte Bühnen Wien: Christian Struppeck ist künftiger Musical-Intendant
- live-pr.com: Werner-Lobo: Grüne Wien begrüßen Entscheidung für Musical- Intendanz
- musicalvienna.at: Christian Struppeck ist der künftige Musical-Intendant
- Rathauskorrespondenz: Vereinigte Bühnen Wien: Christian Struppeck ist künftiger Musical-Intendant
- wien.gv.at: Neuer Leiter für die Musicalbühnen Raimund Theater und Ronacher
- noodls.com: Vereinigte Bühnen Wien: Christian Struppeck ist künftiger Musical-Intendant
- Oe24.at: Struppeck wird neuer Musical-Intendant
- europeonine-magazine.eu: Berliner Struppeck wird Musical-Intendant in Wien
- bezirke.co.at: Vereinigte Bühnen Wien: Christian Struppeck ist künftiger Musical-Intendant
- vbw.at: The Viennese Musical as an Export Hit
- relevant.at: Christian Struppeck neuer Wiener Musical-Intendant
- kultur-online.net: Christian Struppeck neuer Musical-Intendant der Vereinigten Bühnen Wien
- dbn.at: Vereinigte Bühnen Wien: Christian Struppeck ist künftiger Musical-Intendant
- Wirtschaftsblatt: Struppeck wird neuer Musical-Chef
- oe-journal.at: Vereinigte Bühnen Wien: Christian Struppeck ist künftiger Musical-Intendant

Vereinigte Bühnen Wien: STRUPPECK? – Die heimische Presse zerreißt’s vor lauter Spannung

Man könnte fast meinen, der neue Papst wurde monatelang unter schwierigsten Umständen gewählt und jedes SEKÜNDCHEN könnte der NEUE auf den Balkon treten und uns allen gnädig zuwinken, der Erlöser – ein Musicalintendant, der uns vom lästigen Trend der Schlagerrevue mit einem Befreiungsschlag trennt und hinführt – in das Schlaraffenland des anspruchsvolleren (nur nicht übertreiben) Musicals. Man könnte meinen, die heimische Presse sei eine geradezu unmenschlich lange Zeit auf die Folter gespannt worden – und als dann, im Jahr des Herrn 2012, am 14. Februar um 13:58 ENDLICH – weißer Rauch aufsteigt in Form einer Mail – Die Vizebürgermeisterin Magistra Renate Brauner, der Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny und VBW-Generaldirektor Mag. Thomas Drozda laden per Mail zur Präsentation der neuen Musicalintendanz –, da können es die Redakteure einfach nicht mehr aushalten.

„Ich weiß es, ich weiß es …“ – beseelt vom ungeheuren Mitteilungsdrang platzt der STANDARD um 17:16 Uhr als ERSTER mit dem Namen heraus, der wohl in den nächsten Jahren die Routen des Hochseedampfers steuern wird, den er selbst miterfunden hat: christian S T R U P P E C K, so lesen wir nicht mal zwischen den Zeilen, nein das geht ganz deutlich hervor, ist es, wird es sein, der Koautor des Unaussprechlichen, das mit aller Gewalt das letzte Fünkchen Leben aus dem ehedem spannenden Genre Musical saugt, jenes Unaussprechliche, das ehemalige Musicaldarsteller dazu bringt, ihr Abdriften in die Untiefen des Schlagers gar damit zu begründen, dass Musical und Schlager sich ohnedies so nah gekommen wären. WEICHE.

Der KURIER macht um 19:45 Uhr kein Hehl mehr aus dem, was Tatsache geworden zu sein scheint, beruft sich auf den Standard und formuliert nur das, was morgen angekündigt werden könnte und doch alle schon scheinbar wissen: „Musical: Christian Struppeck vor Bestellung“.

So soll es denn sein, Gott steh uns bei.

Update
Eine Analyse der Pressekonferenz anlässlich der Präsentation des neuen Musicalintendanten gibt es –> hier.

Kleiner Tipp an die deutschen Kollegen
Glosse: „ein kurzer und pointierter, oft satirischer oder polemischer, journalistischer Meinungsbeitrag“

Links
- KURIER: Musical: Christian Struppeck vor Bestellung
- STANDARD: VEREINIGTE BÜHNEN WIEN: Neuer Musicalintendant
- ORF.at: Neuer Musical-Intendant gefunden
- Christian Struppeck: Biographie

Kammerspiele: „Sein oder Nichtsein“ – Darf über Nazis gelacht werden?

15. Februar 2012
20:00bis22:00
15. März 2012
20:00bis22:00

Foto: Rita Newman

„Darf über Nazis gelacht werden?“ – Das fragt in einer Aussendung anlässlich der bevorstehenden Premiere von Nick Whitbys „Sein oder Nichtsein” die Presseabteilung der Wiener Kammerspiele.

1942 drehte Ernst Lubitsch in Amerika mit der Nazi-Farce „Sein oder Nichtsein“ die Vorlage für dieses Bühnenstück und einen seiner bekanntesten Filme. Doch neben begeisterten Reaktionen kam es auch zu Protesten. So wurde ihm vorgeworfen, den Nationalsozialismus scheinbar zu leichtfertig behandelt zu haben, sich über das Leiden der Polen lustig gemacht zu haben, zeigte er doch eine polnische Theatergruppe im besetzten Warschau und ihre heiterkeitserregende Konfrontation mit Hitlers Gestapo.

Letztlich ist die Frage, ob man über Nazis lachen darf, eine rhetorische, denn ums Dürfen ist es ja eigentlich nie gegangen. Dürfen darf man, doch will oder sollte man auch? 1942, als Lubitsch mit seinem Film in die Kinos kam, war das Jahr, in dem auf der Wannseekonferenz die Vernichtung der Juden beschlossen wurde. Lubitsch führte im Film die Figur des „Konzentrationslager-Erhardt” ein und trieb damit krasse Scherze. Auf Kritik reagierte er folgendermaßen:

Ich habe drei Todsünden begangen, so scheint es – ich habe die üblichen Genres missachtet, als ich Melodrama mit komischer Satire und sogar mit Farce verband, ich habe unsere Kriegsziele gefährdet, weil ich die Nazibedrohung verharmloste, und ich habe außerordentlich schlechten Geschmack bewiesen, weil ich das Warschau von heute als Schauplatz für eine Komödie wählte. [New York Times, 29.3.1943]

und

Dieser Film mokiert sich nicht über die Polen; er war nur eine Satire über Schauspieler, Nazi-Geist und bösen Nazi-Humor. Obwohl dieses Bild des Nazismus als Farce gemeint war, zeigte es ihn doch ungeschminkter als viele Romane, Artikel und Filme, die sich mit demselben Gegenstand beschäftigten. [In einem Brief an Herman G. Weinberg, 1948]

1983 produzierte Mel Brooks, wer sonst, ein Remake des Films, das im Vergleich zu Lubitsch unter anderem so bewertet wurde:

Lubitsch treibt mit Entsetzen Scherz; dass darüber erhobenen Hauptes nach wie vor gelacht werden kann, während das Remake von Mel Brooks (1983, Regie Alan Johnson) nur albern wirkt, darin erweist sich die präzise Treffsicherheit von Lubitschs Komödienstil. [mediaculture]

Nick Whitbys Bühnenstück wurde am 14. Oktober 2008 am Broadway im Samuel J. Friedman Theatre uraufgeführt und war da bis 16. November desselben Jahres zu sehen. Mitte März 2012 findet die Wiener Premiere des Werks als österreichische Erstaufführung statt, in den Hauptrollen sind Gregor Bloéb und Nina Proll als berühmtes polnisches Schauspielerpaar Josef und Maria Tura zu sehen, weiters Martin Zauner als Gestapo-Chef und Stefano Bernardin als Fliegeroffizier in Nöten. Regie führt Peter Wittenberg. Die Geister werden sich mit Sicherheit auch hier wieder spalten.

Nick Whitby: Sein oder Nichtsein
Nach dem Film von Ernst Lubitsch

Regie: Peter Wittenberg
Bühnenbild und Kostüme: Florian Parbs
Musik: Wolfgang Siuda

Darsteller
Josef Tura, Schauspieler: Gregor Bloéb
Maria Tura, Schauspielerin, Frau von Josef: Nina Proll
Stanislaw Sobinsky, polnischer Fliegeroffizier: Stefano Bernardin
Dowasz, Schauspieldirektor: Peter Scholz
Anna, Garderobiere, Souffleuse, gute Seele: Susanna Wiegand
Rowicz, zweiter Schauspieler: Siegfried Walther
Bronski, Chargenspieler: Ljubisa Lupo Grujcic
Grünberg, Chargenspieler: Gideon Singer
Junger Grünberg, Sohn von Grünberg: Samuel Jung / Simon Jung
Walowski, Staatsdiener der Zensurbehörde: Friedrich Schwardtmann
Professor Silewski, Spion für die Gestapo: Oliver Huether
Gruppenführer Erhardt, Mitglied der Gestapo: Martin Zauner
Sturmführer Schulz, Mitglied der Gestapo: Fabian Stromberger
SS-Standartenträger: Robert Hager, Lukian Guttenbrunner, Benjamin Vanyek, Dominik Hell-Weltzl

Vorstellungstermine
13. und 14. (Voraufführungen), 15. (Premiere), 16., 21., 23., 24., 25. März 2012
Beginn: 20.00 Uhr
Kammerspiele Wien

Link
- Kammerspiele Wien
- mediaculture.oline: Sein oder Nichtsein

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